Schockanrufe in Südthüringen: Betrüger erbeuten zehntausende Euro in Wölfershausen und Suhl

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Die Polizei warnt vor einer aktuellen Welle von „Schockanrufen“ in der Region. Am vergangenen Mittwoch (18.03.2026) gelang es Kriminellen gleich zweimal, Senioren mit einer perfiden Betrugsmasche um ihr Erspartes zu bringen. In beiden Fällen täuschten die Täter vor, ein naher Angehöriger habe einen tödlichen Unfall verursacht und könne nur durch die Zahlung einer hohen Kaution vor der Haft bewahrt werden.

Fall 1: Wölfershausen (Grabfeld)

In Wölfershausen übergab ein Mann gegen 17:30 Uhr an seiner Wohnanschrift Bargeld im Wert von mehreren zehntausend Euro.

  • Der Abholer: Ein etwa 20-jähriger Mann, der sich fälschlicherweise als Mitarbeiter eines hessischen Amtsgerichts ausgab.
  • Kontakt: Hinweise an die PI Schmalkalden-Meiningen unter 03693 591-0 (AZ: 0069018/2026).

Fall 2: Suhl (Freiligrathstraße)

In Suhl wurde eine Seniorin zunächst telefonisch unter Druck gesetzt. Besonders dreist: Vor ihrer Wohnung erschienen zunächst Personen in falscher Polizeiuniform, denen sie jedoch den Zutritt verweigerte. Später übergab sie dennoch Schmuck und Wertsachen im Wert von mehreren zehntausend Euro an eine weitere Komplizin.

  • Die Abholerin: Eine Frau in einer Lederjacke, die anschließend in Richtung Prießnitzstraße flüchtete.
  • Kontakt: Hinweise an den Inspektionsdienst Suhl unter 03681 369-0 (AZ: 0068896/2026).

Wichtige Warnhinweise der Polizei

Um sich vor diesen skrupellosen Betrügern zu schützen, rät die Polizei dringend zu folgendem Verhalten:

  1. Gesundes Misstrauen: Die echte Polizei oder Justiz fordert niemals am Telefon die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder Kautionen zur Abwendung einer Haftstrafe.
  2. Sofort Auflegen: Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Unbekannte nach Geld oder Wertsachen fragen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  3. Rücksprache halten: Kontaktieren Sie den betroffenen Angehörigen persönlich unter der Ihnen bekannten Nummer oder rufen Sie selbst die Polizei über die Notrufnummer 110 an.
  4. Kein Zutritt: Gewähren Sie Unbekannten niemals Zutritt zu Ihrer Wohnung, auch wenn diese Uniformen tragen.

Die Telefongeschichte von Thüringen

Ein Blick auf die Entwicklung der Telefon-Technik und Netze speziell im Freistaat. Wo gab es die ersten öffentlichen Ämter, wo waren erste Fernsprecher und Telefonverbindungen zu finden? Kleiner Spoiler: Erfurt,Weimar oder Jena waren nicht die ersten Städte mit Telefonie. Dazu gibt es einen Blick auf die generell Entwicklung der Telefontechnik in Deutschland.

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