In der Erfurtstraße in Gera kam es am späten Donnerstagabend (29.05.2026) zu einem größeren Rettungseinsatz. Unbekannte Täter hatten eine noch nicht identifizierte Substanz auf einer Grünfläche verteilt, die eine unvorhergesehene chemische Reaktion und in der Folge einen Brand auslöste.
Zeuge löst durch Wasserzugabe heftigere Reaktion aus
Gegen 22:35 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Zeuge eine deutliche Rauchentwicklung auf der betreffenden Grünfläche in der Erfurtstraße. In der Absicht, den vermeintlichen Brand schnell zu löschen, schüttete der Mann Wasser über die betroffene Stelle. Dieser Löschversuch führte jedoch zu einem unerwarteten Ergebnis: Bei dem Kontakt mit dem Löschwasser kam es zu einer heftigen chemischen Reaktion, bei der die unbekannte Substanz anfing zu blubbern und deutlich sichtbar Blasen zu werfen.
Feuerwehr und Polizei sichern den Tatort
Die umgehend alarmierte Feuerwehr sowie hinzugerufene Polizisten rückten daraufhin zum Einsatzort aus. Um eine Gefährdung für Anwohner und Passanten strikt auszuschließen, sperrten die Feuerwehrmänner den betroffenen Bereich sofort weiträumig ab. Anschließend entnahmen Spezialisten der Feuerwehr unter entsprechenden Schutzvorkehrungen Proben der rätselhaften Chemikalie, um deren exakte Zusammensetzung festzustellen.
Kriminalpolizei ermittelt wegen Bodenverunreinigung
Aufgrund der potenziellen Gefahr für die Natur wurden im weiteren Verlauf des Einsatzes die zuständige Umweltbehörde sowie die Kriminalpolizei Gera in den Sachverhalt eingebunden. Die Kriminalermittler haben nun ein offizielles Verfahren wegen des Verdachts der Bodenverunreinigung aufgenommen. Nach den Tätern, die für das Ausbringen der gefährlichen Substanz verantwortlich sind, wird derzeit gesucht.


