Ein Feuerwehreinsatz im Geraer Hofwiesenpark zog am Mittwochabend (28.05.2026) polizeiliche Ermittlungen nach sich. Auf dem beliebten Spielplatz „Hahn“ kam es zu einer starken Rauchentwicklung an einem Jägerstand. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten noch vor Ort drei tatverdächtige Jugendliche stellen.
Sitzbank im Jägerstand angekokelt
Gegen 20:17 Uhr wurden die Rettungskräfte informiert, nachdem eine Rauchentwicklung im Bereich des Spielplatzes bemerkt worden war. Wie sich vor Ort herausstellte, hatten Unbekannte im Inneren des Jägerstandes gezündelt und eine hölzerne Sitzbank angekokelt. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert und das Feuer schnell abgelöscht werden.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 100 Euro. Personen kamen bei dem Vorfall glücklicherweise nicht zu Schaden.
Polizei stellt drei Verdächtige am Tatort
Die Polizisten, die parallel zur Feuerwehr am Einsatzort eintrafen, stellten im direkten Umfeld des Jägerstandes drei Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren fest. Bei der anschließenden Überprüfung der Teenager verdichteten sich die Hinweise auf eine mögliche Tatbeteiligung rasch:
- Rußspuren: Bei einem der angetroffenen Jungen stellten die Beamten eindeutige Rußanhaftungen an den Händen fest.
- Tatmittel: Alle drei Jugendlichen führten bei der Kontrolle Feuerzeuge bei sich.
- Beweismittel: In unmittelbarer Nähe zum Tatort fanden die Polizisten zudem eine Spraydose, die umgehend gesichert wurde.
Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung
Aufgrund der Beweislage vor Ort haben die Beamten die Personalien der Jugendlichen aufgenommen. Die Polizei Gera ermittelt nun offiziell wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen muss nun abschließend geklärt werden, wie genau das Feuer gelegt wurde und inwiefern die sichergestellte Spraydose bei der Tat zum Einsatz kam.


