Zollkontrolle auf der A72: Geladene Waffe im Handschuhfach sichergestellt

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Ein Routineeinsatz des Zolls auf der Autobahn 72 nahe Plauen endete am vergangenen Donnerstag (11.06.2026) mit der Sicherstellung einer scharfen Waffe. Bei der Kontrolle eines Pkw mit polnischem Kennzeichen machten die Beamten einen gefährlichen Fund. Während der Überprüfung des Fahrzeugs, das mit drei Personen auf dem Weg Richtung Süddeutschland war, stießen die Zöllner im Handschuhfach auf eine CO2-betriebene Schusswaffe. Diese war zum Zeitpunkt des Fundes nicht nur geladen, sondern auch entsichert und damit unmittelbar schussbereit.

Neben der Waffe förderten die Beamten bei der Durchsuchung des Fahrzeugs zwei Magazine sowie eine größere Menge Munition und weitere CO2-Kartuschen zutage. Doch damit nicht genug: In der Ablage der Fahrertür fand sich zudem ein griffbereites Pfefferspray.

27-jähriger Fahrer ohne Erlaubnis

Der 27-jährige Fahrer aus Polen rechtfertigte den Waffenbesitz gegenüber den Beamten damit, dass er die Waffe lediglich gelegentlich in seiner Freizeit im Wald verwende. Eine erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis konnte der Mann jedoch zu keinem Zeitpunkt vorlegen.

Strafverfahren eingeleitet

Der Zoll reagierte konsequent: Die Schusswaffe, die Munition sowie das Pfefferspray wurden umgehend sichergestellt. Gegen den 27-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Um den weiteren Fortgang des Verfahrens zu sichern, musste der Mann noch vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro hinterlegen. Im Anschluss durfte die Gruppe ihre Reise fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall liegen nun beim Zollfahndungsamt Dresden, das den Hintergrund des Transports genauer beleuchten wird.

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