Die Bundespolizeiinspektion Erfurt zieht eine positive erste Bilanz zum aktuellen Versammlungsgeschehen: Der Freitag sowie die darauffolgende Nacht im bahnbezogenen Aufgabenbereich verliefen weitgehend ruhig. Sowohl die Anreise zu den gestrigen Kundgebungen als auch zu einer musikalischen Hauptveranstaltung in Erfurt erfolgten ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Aufregung um Munitionsgürtel am Hauptbahnhof
Für einen kurzen Polizeieinsatz sorgte am Freitagnachmittag lediglich ein Vorfall im Erfurter Hauptbahnhof. Einsatzkräfte kontrollierten dort einen 17-jährigen Deutschen, der dem Gegenprotest des heutigen Parteitages zuzuordnen war. Der Jugendliche führte augenscheinlich scharfe Munition mit sich.
Bei der genaueren Überprüfung stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei dem getragenen Munitionsgürtel lediglich um eine harmlose Attrappe handelte. Die Beamten belehrten den Jugendlichen umfassend und forderten ihn auf, den Gürtel für den restlichen Tag nicht mehr offen zu tragen.
Bundespolizei warnt vor Anscheinswaffen und Attrappen
Aus gegebenem Anlass nutzt die Bundespolizei diesen Vorfall, um alle Versammlungsteilnehmer und Reisenden für das anstehende Wochenende nochmals eindringlich zu sensibilisieren:
Wichtiger Hinweis: Scheinwaffen, waffenähnliche Gegenstände und täuschend echte Attrappen haben im Bereich von Bahnanlagen und insbesondere bei der Anreise zu politischen Versammlungen nichts zu suchen.
Die Behörde warnt davor, dass solche Gegenstände sowohl von unbeteiligten Dritten als auch von den Einsatzkräften vor Ort leicht fehlinterpretiert werden können. Dies kann im Ernstfall drastische und ungewollte polizeiliche Folgemaßnahmen auslösen. Zudem verweist die Bundespolizei auf die geltende Hausordnung der Deutschen Bahn: Diese untersagt die Mitnahme von Waffen im Sinne des Waffengesetzes (WaffG) – worunter ausdrücklich auch sogenannte Anscheinswaffen fallen.


