Ein schwerer Verkehrsunfall unter erheblichem Alkoholeinfluss sorgte am späten Freitagabend (17. Juli 2026) für einen Großeinsatz im Geraer Stadtgebiet. Ein 35-jähriger Mann verursachte mit seinem VW Crafter eine Kette von Unfällen, die erst nach einer Kollision mit einem Baum ein Ende fand.
Eine Spur der Verwüstung
Die Unfallserie begann gegen 23:25 Uhr im Bereich der Thüringer Straße Ecke Tinzer Straße. Beim Versuch zu wenden, verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen Transporter und rammte einen dort aufgestellten Snackautomaten. Anstatt den Schaden zu melden, setzte der Mann seine Fahrt unvermindert fort.
Kurz darauf spitzte sich die Situation an der Kreuzung Berliner Straße/Siemensstraße weiter zu: Der Crafter kollidierte mit einem Verkehrszeichen, überfuhr anschließend einen Gehweg, beschädigte ein weiteres Verkehrszeichen und steuerte unkontrolliert weiter. Die gefährliche Fahrt endete schließlich in Höhe der Berufsschule, wo das Fahrzeug frontal gegen einen Baum prallte.
2,96 Promille und positiver Drogentest
Bei dem letzten Aufprall zog sich der Fahrer Verletzungen zu, die eine medizinische Versorgung im Krankenhaus notwendig machten. Vor Ort durchgeführte Tests der eintreffenden Polizeibeamten lieferten die Erklärung für das riskante Fahrverhalten: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,96 Promille. Ein begleitender Drogenvortest schlug zudem positiv auf Cannabis an.
Rechtliche Konsequenzen
Im Krankenhaus wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen, um die genauen Werte für das anstehende Strafverfahren zu sichern. Die Polizei stellte den Führerschein des 35-Jährigen noch vor Ort sicher. Der VW Crafter trug bei den Kollisionen massive Schäden davon und musste abgeschleppt werden; der Gesamtschaden an den öffentlichen Einrichtungen und dem Fahrzeug wird auf eine hohe Summe beziffert. Gegen den Mann wurden nun mehrere Strafverfahren eingeleitet.


