Ein Verkehrsunfall in Zeulenroda-Triebes ist am Dienstagabend komplett eskaliert. Was als gewöhnlicher Auffahrunfall begann, mündete im Bereich Lohweg/Ernst-Thälmann-Allee in eine handfeste Auseinandersetzung, Nötigung und einen Polizeieinsatz.
Ellenbogenschlag ins Gesicht und Drohungen
Nach dem Zusammenstoß gerieten die Unfallbeteiligten rasch in einen heftigen Streit. Dabei ging ein 23-jähriger Deutscher auf einen gleichaltrigen Unfallbeteiligten zu und bedrohte ihn. Unter anderem versuchte der Mann, sein Gegenüber mit Nachdruck dazu zu drängen, die Schuld am Unfall auf sich zu nehmen.
Im weiteren Verlauf der Konfrontation wurde der 23-Jährige handgreiflich: Er schlug dem anderen Mann mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Der Geschädigte wies nach ersten Erkenntnissen keine sichtbaren Verletzungen auf.
Aggressiver Täter hatte 1,65 Promille
Auch als die alarmierte Polizei am Unfallort eintraf, beruhigte sich die Lage nicht. Der Tatverdächtige trat den Beamtinnen und Beamten weiterhin äußerst aggressiv gegenüber. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen und die polizeilichen Maßnahmen durchzuführen, mussten die Einsatzkräfte den Mann zu Boden bringen und ihm Handfesseln anlegen. Widerstand leistete er dabei nicht mehr.
Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest erklärte womöglich das entgleiste Verhalten: Der Test ergab bei dem 23-Jährigen einen Wert von 1,65 Promille.
Gegen den Mann wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung.


