Ein schwerer Erstunfall und zwei Folgeunfälle im Rückstau hielten die Einsatzkräfte auf der Autobahn 9 am Freitagmittag in Atem. Auf Höhe der Anschlussstelle Eisenberg in Fahrtrichtung München kam es innerhalb weniger Stunden zu drei Zusammenstößen, an denen insgesamt neun Fahrzeuge beteiligt waren. Fünf Personen erlitten Verletzungen, der Gesamtsachschaden wird auf rund 112.000 Euro geschätzt.
Erstunfall löst Vollsperrung aus
Der erste Unfall ereignete sich gegen 12:00 Uhr. Ein Ford-Kleintransporter war auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Aufgrund unangepasster Geschwindigkeit musste der Fahrer wegen aufkommender Stauerscheinungen abrupt auf den mittleren Fahrstreifen ausweichen, um einen Auffahrunfall zu verhindern. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit einem Pkw Renault und einem Pkw BMW.
Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Transporter zurück auf die linke Spur und kam dort zum Stehen. Ein nachfolgender Pkw Mercedes sowie ein dahinter fahrender Mercedes-Kleinbus konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren auf den Kleintransporter auf. Trotz der Beteiligung von fünf Fahrzeugen blieb es bei diesem Erstunfall glücklicherweise bei Sachschäden, die sich jedoch auf rund 70.000 Euro belaufen. Die A9 musste für die Bergungsarbeiten in Richtung München für etwa eine Stunde voll gesperrt werden.
Zwei weitere Unfälle im Rückstau
In den Nachmittagsstunden kam es im entstandenen Rückstau zu zwei weiteren Auffahrunfällen:
- 14:05 Uhr: Auf dem rechten Fahrstreifen bremste der 51-jährige Fahrer eines Mercedes-Transporters mit Anhänger verkehrsbedingt ab. Ein nachfolgender Skoda-Fahrer erkannte die Situation zu spät und fuhr auf den Anhänger auf. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.
- 14:40 Uhr: Eine 24-jährige Mercedes-Fahrerin übersah das Bremsmanöver eines vor ihr fahrenden Pkw VW. Durch den heftigen Auffahrunfall wurden alle fünf Insassen im Mercedes leicht verletzt – darunter die 24-jährige Fahrerin, drei Mitfahrerinnen im Alter von 21, 23 und 34 Jahren sowie ein 30-jähriger Mitfahrer. Alle Verletzten wurden zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen beläuft sich auf zirka 40.000 Euro. Auch dieser Unfall machte eine erneute, rund einstündige Vollsperrung erforderlich.
Appell der Polizei
Die Polizei nimmt die Unfälle zum Anlass für einen dringenden Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Fahren Sie bei stockendem Verkehr und Staugefahr besonders aufmerksam und halten Sie stets ausreichenden Sicherheitsabstand sowie ständige Bremsbereitschaft ein, um Auffahrunfälle zu vermeiden.


