Eine vermeintlich harmlose Aktion hat für den Verursacher einer Amokdrohung am Neuhäuser Schulcampus teure Konsequenzen. Nach einem polizeilichen Großeinsatz im Mai 2025 stellt die Landespolizeidirektion Erfurt dem Verantwortlichen nun mehrere tausend Euro in Rechnung.
Der Vorfall datiert auf einen Freitagmorgen im Mai 2025: An der Polizeiinspektion Sonneberg war eine Amokdrohung eingegangen, nachdem ein entsprechender Schriftzug im Gebäude des Gymnasiums am Apelsberg entdeckt worden war. Die Polizei reagierte umgehend mit einem Großaufgebot. Neben Kräften aus Sonneberg wurden auch Verstärkungskräfte der Landespolizeiinspektion Saalfeld nach Neuhaus am Rennweg beordert.
Obwohl die Gefährdungsbeurteilung von Polizeiführung und Schulleitung rasch ergab, dass keine akute Gefahr für Lehrkräfte, Schüler oder die anwesenden Abiturprüflinge bestand und eine Evakuierung ausblieb, band der Einsatz massive polizeiliche Ressourcen über Stunden hinweg.
Deutliches Signal an Nachahmungstäter
Mit dem erlassenen Gebührenbescheid setzt die Thüringer Polizei ein klares Zeichen gegen Missbrauch von Notrufen und fingierte Drohungen. Derartige Taten seien keine Kavaliersdelikte und würden konsequent geahndet. Wer versuche, anonym oder aus „Spaß“ Großeinsätze auszulösen, müsse neben den strafrechtlichen Folgen mit der vollen finanziellen Inanspruchnahme für Personal- und Sachkosten rechnen. Im aktuellen Fall summiert sich dieser Betrag auf mehrere tausend Euro.


