Die Vorbereitungen für die Anlieferung von Großbauteilen für den Windpark Schmieritz im Saale-Orla-Kreis verzögern sich zeitlich im Bereich der Straßeninfrastruktur. Wie aus einer Antwort des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur auf eine Dringlichkeitsanfrage im Landtag hervorgeht, wurden notwendige bauliche Anpassungsmaßnahmen an der Landesstraße L 1077 bei Dittersdorf bis Anfang Dezember 2026 verlängert.
Bauliche Anpassungen nahe der Autobahnanschlussstelle
Um den Schwer- und Großraumtransporten die Passage zu ermöglichen, hat das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) eine Verlängerung der Genehmigung für Straßenbaumaßnahmen an der L 1077 im Nahbereich der Anschlussstelle Dittersdorf erteilt. Die ursprünglich für den Zeitraum vom 8. Juni bis 2. Oktober 2026 befristeten Arbeiten dürfen nun auf Antrag des Vorhabenträgers bis zum 4. Dezember 2026 durchgeführt werden.
Die Maßnahmen auf der freien Strecke umfassen:
- Die Errichtung provisorischer Fahrbahnverbreiterungen und Anbauflächen.
- Den Rückbau, die Versetzung sowie das Neuaufstellen von Verkehrszeichen, Schutzeinrichtungen und Leitpfosten.
Sämtliche Kosten für diese infrastrukturellen Anpassungen werden vom Vorhabenträger des Windparks getragen.
Keine Informationen zu konkreten Transportschwierigkeiten oder Fahrplänen
Hintergrund der parlamentarischen Anfrage waren Berichte über angebliche Transportschwierigkeiten aufgrund der Geometrie einer Autobahnausfahrt. Zu konkreten Engpässen an Autobahnanschlussstellen lagen der Landesregierung jedoch keine Erkenntnisse vor, da Bundesautobahnen durch die Autobahn GmbH des Bundes betreut werden. Zudem verwies das Ministerium darauf, dass der zuständigen Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde im Landesverwaltungsamt weder konkrete Beschwerden noch offene Anträge vorlägen.
Auch zu den genauen Anlieferungszeiträumen, den Routen sowie der Anzahl der ausstehenden Schwertransporte für die Rotorblätter und Anlagenteile machte das Ministerium keine Angaben. Präzise Fahrpläne und Bauabläufe werden direkt zwischen dem Projektentwickler und den beauftragten Speditionen abgestimmt.


