Ilmenau: 900.000 Euro Förderung für das Fernwärme-Netz

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Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft fördert die Optimierung des Fernwärmenetzes in Ilmenau. Staatssekretär Dr. Klaus Sühl übergab heute, 11. Oktober 2018, in Ilmenau einen Förderbescheid an den früheren Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber als „Beauftragter für die Stadt Ilmenau“. „Mit dem aktuellen Vorhaben sollen die Wärmeverluste beim Transport minimiert werden. Dazu werden bislang oberirdisch verlegt Rohre durch unterirdisch verlegte Kunststoffmantelleitungen ersetzt.“, sagte Staatssekretär Sühl.

Ein Baustein der „Integrierten Kommunalen Strategie“ Ilmenaus, mit der sich die Stadt erfolgreich im EFRE-Wettbewerb des TMIL qualifiziert hat, ist der Ausbau der Fernwärmeversorgung. Seit September 2012 verfügt die Stadt über ein eigenes Klimaschutzkonzept. Dieses bildete die Grundlage für die 2013 verabschiedete Fernwärmesatzung der Stadt Ilmenau für ausgewiesene Ballungsgebiete mit einer hohen Besiedlungsdichte. Die Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH (IWV) versorgt weite Teile der Stadt mit umweltfreundlicher Fernwärme. Aufgrund des hohen Einsatzes erneuerbarer Energien und dem hohen Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) (67,2%), mit gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme, kann die IWV einen Primärenergiefaktor von 0,09 ausweisen – ein Spitzenwert.

Das Rohrleitungsnetz erstreckt sich vom Heizwerk auf dem Vogelherd (Gewerbepark Am Wald) über die Wohngebiete Pörlitzer Höhe, Am Stollen, Eichicht, über die Innenstadt, den Campus der TU Ilmenau bis hin zum Freibad im Hammergrund. Es hat eine Leitungslänge von ca. 73 km und einen Anschlusswert von 77 Megawatt. Mit dem jetzigen Fördervorhaben soll das Fern-wärmenetz energetisch optimiert werden. Bislang oberirdisch verlegte Fernwärmeleitungen werden im Zuge des Vorhabens durch unterirdisch verlegte Kunststoffmantelleitungen ersetzt. Die Wärmeverluste werden dadurch deutlich reduziert und somit Energie eingespart.

Bei geplanten zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von 1.361.621 Euro beläuft sich die EFRE-Fördersumme auf 897.869,60 Euro. Der gemeindliche Mitleistungsanteil beträgt 224.467,40 Euro.

Hintergrund

In der EU-Fondsförderperiode 2014-2020 stehen dem TMIL EFRE-Fördermittel in Höhe von 232,2 Mio. Euro zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Thüringer Städtebauförderungsrichtlinien. In den Jahren 2015 und 2016 hat das TMIL einen EFRE-Wettbewerb ausgelobt, bei dem sich alle zentralen Orte des Freistaats als EFRE-Förderkommunen bewerben konnten. Insgesamt 40 Städte und Gemeinden haben sich dabei in zwei Runden für eine EFRE-Förderung qualifiziert.

Ilmenau hatte sich 2015/2016 am EFRE-Wettbewerb des TMIL beteiligt und erfolgreich als EFRE-Kommune qualifiziert. Ein Baustein der „Integrierten Kommunalen Strategie“ Ilmenaus, mit der sich die Stadt erfolgreich im EFRE-Wettbewerb des TMIL qualifiziert hat, ist die die denkmalgerechte Sanierung der Festhalle einschließlich der umgebenden Parkanlage. Mit der Umsetzung des Vorhabens werden bedeutende Zeitzeugen der Bau- und Gartenkunst aus den 30er Jahren reaktiviert.

Quelle

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