Weimar: Schulen sollen bessere IT-Ausstattung erhalten

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Bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019 sind für die Weimarer Schulen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Ausstattung sowie Investitionen in Hardware entweder bereits realisiert oder noch vorgesehen.

Bereits in und nach den Sommerferien wurden an der GS und RS Pestalozzi Arbeiten zur Neuinstallation der Servertechnik, Aktualisierung der Betriebssysteme und Sicherheitssoftware, Aufrüstung der vorhandenen PC-Technik sowie Einführung des digitalen Notenbuches mit CEVEX realisiert. Ähnlich umfangreiche Arbeiten, die zumindest im Schwerpunkt nur in der Ferienzeit realisiert werden können um den laufenden Betrieb nicht zu sehr zu stören, laufen seit Beginn der Herbstferien an der Gemeinschaftsschule Jenaplan. Dort wird zusätzlich eine verbesserte Vernetzung der beiden Schulstandorte in der Innenstadt und Am Hartwege angestrebt.

Die geplanten und bereits abgeschlossenen Maßnahmen können Sie hier einsehen.

Dagegen können kleinere Maßnahmen auch während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt werden. So erfolgte die Installation von mehreren Präsentationsdisplays am Schiller- und am Humboldtgymnasium in den letzten Wochen. Bereits im Sommer konnten jeweils durch die Fördervereine beschaffte Beamer am BBZ Weimar sowie am Goethegymnasium installiert werden. Für mehrere Schulen läuft die Beschaffung von Hardware als Ersatz für veraltete Technik, u.a. für mehrere Grundschulen, zu deren Lehrplan auch das Fach Medienkunde gehört sowie die SBBS Bertuch, die einen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich der Verwaltungsberufe mit einem hohen Anteil an Computerunterrichtsstunden hat. Weiterhin bedarf es für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker, ein noch recht neuer Ausbildungsberuf am BBZ Weimar, aktueller Simulationssoftware im Bereich Fahrzeugelektronik. Für die RS Pestalozzi erfolgt mit Fördermitteln des TMBJS die Ausstattung eines besonderen Lernraumes mit interaktiver Tafel und Notebooks für den Bereich Naturwissenschaften. Speziell für das Förderzentrum Sehen werden u.a. ein Bildschirmlesegerät, Smartboard sowie mehrere Schüler- und Lehrer-PC angeschafft, welche die Lernsituation der sehbehinderten oder blinden Schüler unterstützen und vom Bildungsministerium refinanziert werden.

Aktuell werden in Weimar für drei Schulstandorte (Rathenauplatz 4 für RS Parkschule, Humboldtgymnasium und Gemeinschaftsschule Am Hartwege) Planungen für die Realisierung von Schulbauvorhaben durchgeführt. Im Zuge der baulichen Planungen sind möglichst zukunftsfeste Standards und inhaltlich-konzeptionelle Überlegungen für die fortschreitende Digitalisierung der schulischen Bildung erforderlich. Erste Konzepte und Anforderungen wurden erarbeitet und kleinere Insellösungen werden testweise an einzelnen Schulen bereits erprobt.

Die Stadt Weimar hat für den „Breitbandausbau“ Fördermittel akquiriert. Der Ausbau selbst soll unter Federführung der Stadtwerke Weimar in den Jahren 2019 und 2020 erfolgen. Im Zuge dieses Ausbaus werden an allen Weimarer Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft Verbesserungen erreicht. Die Förderung beinhaltet die Errichtung der Anschlüsse der Liegenschaften jedoch noch keine Schulhausverkabelung. Zu klären sind noch die hausinterne Infrastruktur der Schulstandorte (Verkabelung und/oder WLAN im Schulhaus) sowie die Bereitstellung eines Breitbandanschlusses durch einen Provider.

Mit dem „DigitalPakt Schule“ wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren fünf Milliarden Euro für Investitionen in digitale Infrastrukturen zur Verfügung. Die Länder bringen zusätzlich einen Eigenanteil ein. Aufgabe der Schulträger ist die Sicherstellung einer nachhaltigen und professionellen Wartung und Administration. Aktuell gibt es noch keine Förderrichtlinie, auf deren Grundlage konkrete Planungen angestellt werden können. Die Schulverwaltung versucht trotzdem soweit möglich, Abstimmungen mit Schulen herbeizuführen, um zeitnah Förderanträge erstellen zu können. Unter anderem bedarf es dafür eines medienpädagogischen Konzeptes der jeweiligen Schule, welches nur gemeinsam von den Pädagogen und dem Schulträger erarbeitet werden kann.

Ab November beginnt der Austausch der teilweise an den Schulen noch vorhandenen analogen Telefonanlagen, um an den Schulstandorten IP-Telefonie einzuführen. Die Umstellung erfolgt schrittweise und hängt u.a. von den zeitlichen Vorgaben ab, die durch die Telekom getroffen werden.

Quelle

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