Am Montagabend wollten Beamte der Polizeiinspektion Hildburghausen in Eisfeld einen Autofahrer kontrollieren. Der Mann missachtete jedoch die Anhaltezeichen, beschleunigte stark und fuhr mittig über beide Fahrstreifen in Richtung Autobahn. Innerorts erreichte er dabei zeitweise Geschwindigkeiten von nahezu 100 km/h. Auf der A73 setzte er seine Flucht zunächst mit maximaler Geschwindigkeit in Richtung Nürnberg fort, bevor er sein Tempo mehrfach veränderte. Zur Unterstützung wurden Einsatzkräfte der Bayerischen Polizei hinzugezogen. Gemeinsam verfolgten sie das Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn und versuchten, den Fahrer zum Stoppen zu bewegen.
Durch den Einsatz mehrerer bayerischer Streifenwagen gelang es schließlich, den Pkw abzubremsen. Nachdem der Mann auf einen Rastplatz gefahren war, verhinderten die Beamten, dass er erneut auf die Autobahn auffuhr. Obwohl der Wagen zum Stillstand kam, ließ der Fahrer den Motor laufen und weigerte sich auszusteigen. Erst unter Anwendung von Zwang konnte er aus dem Fahrzeug geholt werden. Dabei leistete der 64‑Jährige erheblichen Widerstand. Im Auto fanden die Polizisten mehrere griffbereite Messer sowie ein Beil; zudem trug der Mann zwei Messer am Körper. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden Führerschein und Fahrzeug beschlagnahmt. Der Mann wurde anschließend in ein Fachkrankenhaus eingewiesen.


