Jena: neuer Höchststand beim Nahverkehr – 23,3 Millionen Menschen nutzten 2025 Busse und Bahnen

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Der Jenaer Nahverkehr hat im vergangenen Jahr einen historischen Fahrgastrekord erzielt. Rund 23,3 Millionen Fahrgäste waren 2025 mit Bussen und Straßenbahnen in der Stadt unterwegs – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2019 wurden 22,6 Millionen Fahrgäste gezählt. Dieser Wert wurde nun um etwa vier Prozent übertroffen. Die Jahre ab 2020 waren zunächst von deutlichen Rückgängen geprägt – verursacht durch die Corona-Pandemie, Kontaktbeschränkungen und den Anstieg von Homeoffice. Besonders niedrig fiel die Nachfrage 2021 aus, als lediglich 14,5 Millionen Menschen den Nahverkehr nutzten. Seitdem zeigt die Entwicklung jedoch wieder klar nach oben.

Geschäftsführer Steffen Gundermann zeigt sich hochzufrieden:
„Dieses Ergebnis freut uns außerordentlich. Wir haben in den vergangenen Jahren intensiv daran gearbeitet, den Nahverkehr in Jena moderner, attraktiver und passgenauer zu gestalten. Unsere Mitarbeitenden leisten täglich Großartiges, um die Menschen zuverlässig und sicher ans Ziel zu bringen. Dass sich dieses Engagement nun in einem neuen Rekord widerspiegelt, ist eine wunderbare Bestätigung.“

Besonders positiv sei der deutliche Zuwachs an Stammkundinnen und -kunden. Vor allem das Deutschlandticket habe hier einen starken Impuls gesetzt. Während 2019 etwa 8.200 Personen ein Abo- oder Jobticket nutzten, waren es 2025 bereits rund 18.100 – mehr als doppelt so viele. Nicht eingerechnet sind dabei die Semester- und Semester-Deutschlandtickets der beiden Jenaer Hochschulen, die Studierenden eine kostenlose Nutzung ermöglichen. Auch Kombitickets, etwa in Kooperation mit JenaKultur oder dem FC Carl Zeiss Jena, hätten zur steigenden Nachfrage beigetragen.

Neben neuen Ticketangeboten hätten auch betriebliche Verbesserungen den Nahverkehr deutlich aufgewertet, ergänzt Geschäftsführer Andreas Möller. Besonders die Modernisierung des Straßenbahnfuhrparks spiele eine zentrale Rolle:
Die neuen, klimatisierten und vollständig barrierefreien Lichtbahnen erhöhten den Komfort erheblich. Moderne Informationssysteme in Fahrzeugen und an Haltestellen sowie der fortschreitende barrierefreie Ausbau im Stadtgebiet erleichterten vielen Menschen – etwa Familien mit Kinderwagen oder mobilitätseingeschränkten Fahrgästen – die Nutzung. Zwar seien die dafür notwendigen Bauarbeiten mit temporären Einschränkungen verbunden, doch der eingeschlagene Weg werde konsequent weiterverfolgt.

Schon jetzt zeigten sich positive Effekte der im Dezember umgesetzten Änderungen im Straßenbahnnetz sowie der verbesserten Taktabstimmung zwischen Bus und Bahn.
„Das bestätigt uns, dass wir auf Straße und Schiene ein attraktives Angebot schaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten“, so Möller.

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