Nach dem Ausbruch eines Großbrandes auf einer Deponie in Zeulenroda am gestrigen Mittwochabend bleibt die Lage auch am Donnerstagmorgen angespannt. Die offiziellen Warnungen über die NINA-WarnApp bestehen weiterhin und wurden auf zusätzliche Gebiete ausgeweitet. Anwohner werden gebeten, die aktuellen Empfehlungen der Behörden fortlaufend zu beachten.
Die Alarmierung der Feuerwehr Zeulenroda erfolgte am Vorabend gegen 17:38 Uhr. Bereits während der Anfahrt war eine massive schwarze Rauchsäule über dem Gelände weithin sichtbar, woraufhin das Einsatzstichwort umgehend auf „Brand groß“ erhöht wurde. Auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern gerieten dort Hausmüll und Kunststoffreste in Brand.
Umfangreiche Unterstützung und Schadstoffmessungen
Aufgrund der starken Rauchentwicklung kamen im betroffenen Umfeld spezialisierte Messfahrzeuge zum Einsatz. Nach aktuellem Stand konnten dabei keine für den Menschen schädlichen Grenzwerte von Schadstoffen festgestellt werden. Dennoch bleibt die Warnlage aufgrund der Geruchsbelästigung und Rauchentwicklung bestehen.
Zur Bewältigung des Großbrandes wurde ein massives Aufgebot an Kräften aus dem gesamten Landkreis Greiz zusammengezogen:
- Brandschutz: Zahlreiche Feuerwehren des Landkreises sind im Einsatz. Die Berufsfeuerwehren aus Gera und Plauen unterstützen vor Ort mit spezieller Atemschutztechnik.
- Technisches Hilfswerk (THW): Die Spezialisten des THW sichern die Einsatzstelle mit Beleuchtungstechnik ab und stellen die Kraftstoffversorgung für die Pumpen und Fahrzeuge sicher.
- Versorgung: Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) „Versorgung“ übernimmt die Verpflegung der rund 110 Einsatzkräfte, die bis etwa 6:00 Uhr heute Morgen ununterbrochen im Dienst waren.
Ausblick für den heutigen Tag
Die Löscharbeiten dauerten die gesamte Nacht an. Für den heutigen Donnerstag ist geplant, die Anzahl der Einsatzkräfte schrittweise zu reduzieren, während die Nachlöscharbeiten und die Überwachung der Brandstelle fortgeführt werden.


