Thüringen zahlte 2025 32 Millionen Euro an Agrarfördermitteln aus

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Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat in der vergangenen Woche die Auszahlungen aus dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) für das Jahr 2025 vorgenommen. Insgesamt flossen rund 32 Millionen Euro an etwa 1.500 landwirtschaftliche Betriebe im Freistaat.

Zweck und Umfang der Förderung

Die Mittel dienen als Ausgleich für Mehraufwendungen, die Landwirten durch freiwillige Maßnahmen im Umwelt-, Klima- und Landschaftsschutz entstehen. Diese Leistungen gehen über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus. Aktuell werden in Thüringen auf einer Gesamtfläche von rund 180.000 Hektar entsprechende Naturschutzmaßnahmen umgesetzt.

Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John betonte die Notwendigkeit einer verlässlichen finanziellen Unterstützung für Betriebe, die sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz der Kulturlandschaft engagieren.

Zentrale Förderschwerpunkte im Überblick

Die Auszahlungen verteilen sich auf verschiedene ökologische Zielsetzungen:

MaßnahmeFlächeFördersummeÖkologischer Nutzen
Hüteschafhaltung~ 10.000 ha4,3 Mio. €Erhalt von Biotop-Grünland, Schutz vor Verbuschung
Blühstreifen~ 900 ha0,7 Mio. €Lebensraum für Insekten und Feldvögel (z. B. Rebhuhn)
Rotmilanschutz700 ha0,12 Mio. €Optimierung des Nahrungsangebots und der Habitate

Hintergrund und Finanzierung

Der Großteil der Überweisungen wurde termingerecht zum 20. März 2026 abgeschlossen. Die Finanzierung des Programms erfolgt primär über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Das KULAP basiert aktuell auf den Richtlinien der Programmphasen 2014 und 2022 und stellt ein Kerninstrument der thüringischen Agrarpolitik zur Förderung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung dar.

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