Angriff auf Journalisten in Fretterode: Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen

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In der thüringischen Ortslage Fretterode kam es am Mittwochabend (25.03.2026) zu einer gewaltsamen Attacke auf drei Medienvertreter. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Aufgrund der Brisanz des Falls hat das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) die weiteren Untersuchungen übernommen.

Der Vorfall: Körperliche Gewalt und Reizstoffe

Gegen Mittwochabend wurden drei Journalisten während ihrer Arbeit in Fretterode angegriffen. Nach ersten Erkenntnissen setzten die beiden Tatverdächtigen – ein 56-jähriger und ein 22-jährigen Mann – neben körperlicher Gewalt mutmaßlich auch Reizstoffe gegen die Pressevertreter ein. Den Geschädigten gelang es, sich aus der unmittelbaren Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen und von dort aus die Polizei zu verständigen. Alle drei Journalisten erlitten leichte Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden, konnten dieses jedoch noch am selben Abend wieder verlassen.

Schnelle Festnahmen und Hausdurchsuchungen

Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot, bestehend aus Kräften der Schutz-, Kriminal- und Bereitschaftspolizei. Durch zügig eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnten die beiden Beschuldigten gestellt und vorläufig festgenommen werden.

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mühlhausen folgten noch in der Nacht intensive strafprozessuale Maßnahmen:

  • Durchsuchungen: Die Wohnräume der Verdächtigen wurden nach tatrelevanten Gegenständen durchsucht. Dabei stellten die Beamten Beweismittel sowie weitere Gegenstände sicher, die als „Zufallsfunde“ amtlich verwahrt wurden.
  • Erkennungsdienstliche Behandlung: Beide Männer wurden polizeilich erfasst.

Entlassung aus dem Gewahrsam

Trotz der Schwere des Vorwurfs wurden die Tatverdächtigen nach Abschluss der Maßnahmen auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Laut den Ermittlungsbehörden lagen nach rechtlicher Prüfung keine hinreichenden Haftgründe vor.

Fokus auf die Tatmotivation

Ein zentraler Aspekt der laufenden Ermittlungen ist der Hintergrund des Angriffs. Da eine politische Tatmotivation zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann, hat das Thüringer Landeskriminalamt den Fall an sich gezogen. Bislang wird das Verfahren als Körperverletzungsdelikt geführt. Die Polizeiinspektion Nordhausen und die Staatsanwaltschaft haben eine fortlaufende Berichterstattung angekündigt, sobald validere Erkenntnisse, insbesondere zum Einsatz der Reizstoffe und den Hintergründen, vorliegen.

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