Mit einem massiven Aufgebot verhinderte die Thüringer Polizei am vergangenen Wochenende ein geplantes Konzert der rechtsradikalen Szene in Fretterode. Durch frühzeitige Intervention konnten die Einsatzkräfte die Durchführung der Veranstaltung im Eichsfeldkreis bereits im Keim ersticken. Am Samstagnachmittag verdichteten sich die Hinweise, dass in der Ortslage Fretterode ein Konzert mit einer Band aus dem rechtsextremen Spektrum stattfinden sollte. Nach polizeilichen Erkenntnissen war die Veranstaltung auf dem Grundstück einer bekannten Führungsperson der lokalen Neonazi-Szene geplant.
Die Polizeiinspektion Eichsfeld reagierte umgehend und forderte zur Absicherung des Einsatzes zusätzliche Kräfte aus dem gesamten Freistaat an.
Platzverweise und Abweisungen im großen Stil
Im Zeitraum zwischen Samstagnachmittag, 15:00 Uhr, und der Nacht zum Sonntag gegen 01:15 Uhr errichtete die Polizei Kontrollpunkte und zeigte im Ort deutliche Präsenz. Dabei wurden insgesamt 27 Personen festgestellt, die offensichtlich zur Teilnahme an dem Konzert angereist waren.
Die Beamten setzten konsequente Maßnahmen um:
- Sämtliche potenziellen Konzertbesucher wurden an der Weiterfahrt gehindert.
- Es wurden formelle Platzverweise für den gesamten Bereich ausgesprochen.
- Laut Einsatzbericht leisteten alle Betroffenen den polizeilichen Anweisungen Folge und verließen die Ortslage.
Bilanz des Einsatzwochenendes
Durch das frühzeitige und robuste Auftreten der Landespolizei konnte die Durchführung des Konzerts erfolgreich verhindert werden. Da die Teilnehmer den Platzverweisen nachkamen und keine strafbaren Handlungen – etwa das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen – festgestellt wurden, mussten nach Abschluss des Einsatzes keine Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.
Der Einsatz unterstreicht die Strategie der Thüringer Behörden, die Infrastruktur und Vernetzungsversuche der rechtsextremen Szene durch eine Null-Toleranz-Politik und schnelle Mobilisierung von Kräften zu stören.


