Großeinsatz gegen Fußball-Randalierer: KPI Jena vollstreckt 47 Durchsuchungsbeschlüsse

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Der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Jena ist ein schwerer Schlag gegen kriminelle Strukturen im Umfeld rivalisierender Fußballfangruppierungen gelungen. In einer großangelegten Aktion am Dienstag, dem 12. Mai 2026, setzten die Ermittler insgesamt 47 Durchsuchungsbeschlüsse gleichzeitig um. Die Maßnahmen richteten sich gegen 20 Tatverdächtige in Jena, Kahla, Saalfeld und Gera. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, für eine Reihe schwerer Straftaten verantwortlich zu sein, die den Rechtsfrieden und die öffentliche Sicherheit teils erheblich gestört haben.

Die Vorwürfe: Von Sachbeschädigung bis zum Raub

Das Sündenregister der Beschuldigten ist lang. Die jeweiligen Tatvorwürfe der Ermittler umfassen:

  • Landfriedensbruch
  • Nötigung im Straßenverkehr
  • Raub
  • Zahlreiche Sachbeschädigungen durch Graffiti mit Fußballbezug

Die Ermittler vermuten das Motiv für die Taten im Umfeld verfeindeter Fanlager. Die gesprühten Graffiti wiesen dabei einen klaren Bezug zur Fußballfanszene des FC Carl Zeiss Jena auf.

Fahrgäste als Geiseln für Graffiti: Züge per Notbremse gestoppt

Besonders im Fokus der Ermittlungen steht das Besprühen mehrerer Züge. In mindestens zwei Fällen gingen die Täter dabei mit einer extremen und gefährlichen Rücksichtslosigkeit vor:

Um Waggons großflächig mit Graffiti zu versehen, brachten die Tatverdächtigen reguläre, mit Fahrgästen besetzte Züge mitten auf der Fahrt durch das unberechtigte Betätigen der Notbremse abrupt zum Stehen. Dadurch hinderten sie die Züge an der Weiterfahrt, um ungestört sprühen zu können.

Einschätzung der Polizei: Bei dieser rücksichtslosen Tatausführung, die rechtlich auch als Nötigung im Straßenverkehr gewertet wird, haben die Täter eine erhebliche Gefährdung unbeteiligter Dritter zumindest billigend in Kauf genommen.

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