Verdacht auf Tuning: Polizei stellt Simson-Moped in Görmar sicher

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Am Freitagnachmittag geriet ein junger Mopedfahrer in der Ortslage Görmar in das Visier der Polizei. Die Beamten der Polizeiinspektion Unstrut-Hainich vermuten illegale technische Veränderungen an dem Zweirad und zogen das Fahrzeug noch vor Ort aus dem Verkehr. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:00 Uhr, als die Streife auf den 19-Jährigen aufmerksam wurde, welcher mit einer Simson KR51 – auch bekannt als Kult-Klassiker „Schwalbe“ – unterwegs war. Bereits beim ersten genauen Blick auf das Kleinkraftrad fiel den geschulten Augen der Polizeibeamten auf, dass an dem Moped offenbar geschraubt worden war. Die festgestellten technischen Modifikationen deuteten stark auf eine unzulässige Leistungssteigerung hin.

Fehlendes Typenschild und Verdacht auf Versicherungsverstoß

Die vermeintliche Leistungssteigerung hat für den jungen Fahrer weitreichende rechtliche Konsequenzen. Da das Moped lediglich mit einem regulären Versicherungskennzeichen ausgestattet war, dieses aber bei einer gesteigerten Motorleistung nicht mehr ausreicht, besteht nun der konkrete Verdacht eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Erschwert wurde die Kontrolle vor Ort dadurch, dass am Gehäuse der Simson kein Typenschild angebracht war. Eine eindeutige Identifizierung und der Abgleich mit den vom Fahrer mitgeführten Papieren war den Beamten somit unmöglich.

Abschleppdienst rückt an

Für den 19-Jährigen war die Fahrt an dieser Stelle beendet. Die Polizei stellte die Schwalbe noch an Ort und Stelle sicher. Ein herbeigerufenes Abschleppunternehmen transportierte das Zweirad ab.

Das Moped wird nun im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen von Experten einer gründlichen technischen Prüfung unterzogen, um die genauen Manipulationen und die tatsächliche Leistung rechtssicher zu bestimmen. Auf den Fahrer kommt je nach Ergebnis ein entsprechendes Straf- und Bußgeldverfahren zu.

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