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Debatte um geringfügige Beschäftigung: BVMW Thüringen warnt Abschaffung der Minijobs

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Angesichts der aktuellen Diskussionen über die Zukunft geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse schlägt der Mittelstand.BVMW e. V. Alarm. Der Verband warnt eindringlich vor einer pauschalen Abschaffung der Minijobs und fordert stattdessen eine praxisnahe Weiterentwicklung des Modells. Die Bedeutung für den Freistaat ist enorm: Im Juni 2026 waren in Thüringens gewerblichem Sektor rund 106.000 Minijobber tätig.

„106.000 gewerbliche Minijobs zeigen, welche Bedeutung diese Beschäftigungsform für Thüringen hat. Eine pauschale Abschaffung würde an der betrieblichen Realität vieler mittelständischer Unternehmen vorbeigehen und zugleich die Verdienstmöglichkeiten zahlreicher Beschäftigter einschränken“, betont Ringo Siemon, Leiter der BVMW-Wirtschaftsregion Thüringen.

Unverzichtbare Flexibilität für den Mittelstand

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen – insbesondere in Branchen wie dem Handel, dem Gastgewerbe und dem Dienstleistungssektor – greifen auf Minijobs zurück, um Auftragsspitzen, saisonale Schwankungen sowie kurzfristigen Personalbedarf flexibel auszugleichen. Gerade in einem Flächenland wie Thüringen seien solche flexiblen Modelle essenziell, um betriebliche Angebote und Versorgungsleistungen flächendeckend aufrechtzuerhalten.

Ein ersatzloser Wegfall der Minijobs könnte nach Einschätzung des Verbandes schwerwiegende Folgen haben: Unternehmen müssten womöglich Arbeitszeiten und Angebote kürzen oder könnten Engpässe beim Personal nicht mehr abfedern. Zudem bestehe das Risiko, dass nicht im erhofften Maße reguläre Arbeitsplätze entstehen und gleichzeitig legale Hinzuverdienstmöglichkeiten für Arbeitnehmer verloren gehen.

Reformvorschlag: Höhere Verdienstgrenze und gezielte Absicherung

Anstelle eines Verbots schlägt der BVMW ein konkretes Reformkonzept vor:

  • Dynamische Hinzuverdienstgrenze: Die Obergrenze soll dynamisch angepasst und auf bis zu 1.000 Euro monatlich angehoben werden, um Beschäftigten höhere Verdienste und Betrieben den nötigen Personaleinsatz zu ermöglichen.
  • Differenzierte Sozialversicherung: Sozialabgaben sollen gezielt dort erhoben werden, wo sie die Absicherung der Beschäftigten spürbar verbessern. Doppelversicherungen sowie unnötige bürokratische und finanzielle Belastungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen konsequent vermieden werden.

„Wir brauchen eine Lösung, die wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung miteinander verbindet“, so Siemon abschließend. Der BVMW appelliert daher an die Bundesregierung, die Erfahrungen des Mittelstands einzubeziehen und Minijobs praxistauglich sowie sozial ausgewogen weiterzuentwickeln.

Trockenheit und Unachtsamkeit: Neue Flächenbrände halten Feuerwehren in Nordthüringen in Atem

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Die anhaltende Trockenheit sorgt in Thüringen weiterhin für eine angespannte Lage: Erneut mussten die Einsatzkräfte zu mehreren Flächenbränden in Nordthüringen ausrücken.

In der Thomas-Müntzer-Siedlung bei Bad Frankenhausen stand eine rund 350 Quadratmeter große Fläche in Flammen. Ein weiterer Einsatz rief die Feuerwehr nach Krimderode, wo ein Areal von etwa 500 Quadratmetern brannte. Diese Vorfälle reihen sich ein in eine Welle von Feld-, Wiesen- und Waldbränden, die Thüringen bereits seit Tagen beschäftigt.

Ursachen oft unklar – Warnung vor Glas und Zigaretten

Die konkreten Brandursachen lassen sich im Nachgang meist nur schwer ermitteln. Oftmals genügt jedoch schon ein kleiner Auslöser, um ausgetrocknete Vegetation schlagartig zu entzünden. Eine unterschätzte Gefahr stellen herumliegende Glasflaschen und Scherben dar: Durch die intensive Sonneneinstrahlung wirken sie wie eine Lupe und können das ausgetrocknete Gras entflammen.

Häufig sind die Brände jedoch auf menschlicher Handeln zurückzuführen. Besonders unachtsam aus dem Fahrzeugfenster geworfene Zigarettenkippen lösen immer wieder verheerende Vegetationsbrände aus.

Polizei und Feuerwehr appellieren an die Bevölkerung

Angesichts der anhaltenden Witterung rufen Polizei und Feuerwehr die Bürgerinnen und Bürger erneut zu erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit auf. Sie warnen eindringlich vor dem fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer sowie dem ungeachteten Entsorgen von Unrat und Glimmstängeln in der Natur.

Nächtlicher Ausflug: Alpaka-Herde hält Polizei auf Trab

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Einen nicht alltäglichen Einsatz bescherte eine tierische Begegnung der Polizei am Donnerstagabend. Gegen 22:00 Uhr ging bei den Beamten eine ungewöhnliche Meldung ein: Auf der Verbindungsstraße zwischen Seitenroda und Oberbodnitz war eine größere Gruppe Alpakas auf eigene Faust unterwegs.

Anfangs ging die Polizei von etwa acht bis zehn freilaufenden Tieren aus. Kurz darauf schlossen sich offenbar weitere Artgenossen dem nächtlichen Spaziergang an: Die Herde zog geschlossen in Richtung Seitenroda weiter und umfasste schließlich rund 12 bis 15 Tiere.

Den Beamten gelang es rasch, den mutmaßlichen Eigentümer der Alpakas telefonisch zu erreichen. Dieser befand sich zu diesem Zeitpunkt allerdings im Urlaub. Ein umgehend verständigter Angehöriger machte sich daraufhin auf den Weg, um die Ausreißer zu suchen und einzufangen.

Wenig später gab es Entwarnung: Bei den Tieren handelte es sich tatsächlich um die vermisste Herde des kontaktierten Halters. Sämtliche Alpakas konnten wohlbehalten wieder eingefangen und sicher verwahrt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es während des Ausflugs weder zu Unfällen noch zu nennenswerten Gefährdungen des Straßenverkehrs.

Schwerer Verkehrsunfall in Niederorschel: Rettungshubschrauber im Einsatz

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Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am frühen Donnerstagnachmittag im Bereich des Marktplatzes in Niederorschel ereignet. Gegen Mittag kollidierten an der Kreuzung ein Auto und ein Moped, wobei mehrere Personen verletzt wurden.

Nach ersten Erkenntnissen wollte eine 41-jährige Autofahrerin von der Hauptstraße in den Klüschenweg abbiegen. Dabei übersah sie offenbar einen vorfahrtsberechtigten, 15-jährigen Mopedfahrer. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem der Jugendliche stürzte und sich mehrere Verletzungen zuzog. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Verletzungen sind nach offiziellen Angaben glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.

Auch die Insassen des Autos blieben nicht unverletzt: Zwei im Fahrzeug mitfahrende Kinder im Alter von 7 und 11 Jahren erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden gemeinsam mit der Fahrerin zur medizinischen Versorgung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme musste der Straßenbereich voll gesperrt werden. Erst nach 14 Uhr konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Jugendschutzkontrolle eskaliert: 16-Jährige greift Ordnungsamt in Gera an

Ein Routineeinsatz des Ordnungsamtes ist am Donnerstagabend in der Heinrichstraße aus dem Ruder gelaufen. Gegen 18:20 Uhr führten zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine Jugendschutzkontrolle bei einer 16-jährigen Deutschen durch. Im Verlauf der Überprüfung reagierte die Jugendliche unvermittelt aggressiv und griff die beiden Ordnungshüter körperlich an.

Sie versuchte, mit Tritten und Schlägen nach den Mitarbeitern zu treffen, weshalb diese die Angreiferin überwältigen, zu Boden bringen und dort fixieren mussten. Selbst am Boden liegend setzte die 16-Jährige ihre Tritte unvermindert fort. Glücklicherweise blieben die beiden Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei dem Vorfall unverletzt.

Nach Absprache mit einer erziehungsberechtigten Person wurde die Jugendliche noch vor Ort entlassen, nachdem ihr ein Platzverweis erteilt worden war. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

Entwarnung bei Wernrode: Brand nahe Sprengplatz rasch gelöscht

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Ein gemeldeter Brand hat am späten Mittwochnachmittag für einen raschen Einsatz von Feuerwehr und Polizei bei Wernrode gesorgt. Da sich die Rauchentwicklung in der Nähe eines örtlichen Sprengplatzes befand – der unter anderem zur Delaborierung von Munition genutzt wird –, war die Befürchtung zu Beginn des Einsatzes groß, dass das Feuer auf das Areal übergegriffen haben könnte.

Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch schnell Entwarnung geben: Der Brand war außerhalb der Umzäunung auf einem gerodeten Waldstück ausgebrochen. Für die alarmierten Kräfte bestand somit keine größere Gefahr.

Selbstentzündung als Ursache vermutet

Die Feuerwehr brachte die Flammen rasch unter Kontrolle und löschte die betroffene Fläche von rund 400 Quadratmetern vollständig ab. Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass sich das Areal aufgrund der Trockenheit von selbst entzündet hat.

Sexuelle Belästigung am Bahnhof Wolkramshausen: Kripo Nordhausen sucht Zeugen

Nach einer sexuellen Belästigung am Bahnhof in Wolkramshausen ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag, den 2. August, gegen 19:45 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen berührte ein derzeit noch unbekannter Täter eine Frau gegen ihren Willen und versuchte, sie zu küssen. Das Opfer konnte sich jedoch losreißen und vor dem Angreifer flüchten.

Täterbeschreibung

Die Geschädigte konnte den Unbekannten wie folgt beschreiben:

  • Erscheinungsbild: Männlich, ca. 30 Jahre alt, 170 bis 175 cm groß, schlanke Gestalt
  • Aussehen: Dunkler Teint, dunkle Augen, buschige Augenbrauen, kurzes dunkles Haar
  • Gesichtsbehaarung: Vollbart oder Kinnbart
  • Kleidung: Komplett schwarz gekleidet
  • Besondere Merkmale: Der Täter roch auffällig nach Alkohol und Zigaretten Rauch.

Polizei bittet um Hinweise

Die Beamten der Kriminalpolizei Nordhausen suchen dringend nach Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Angaben zum Täter machen können:

  • Ist Ihnen zur Tatzeit im Bereich des Bahnhofs Wolkramshausen eine verdächtige Person aufgefallen?
  • Können Sie Hinweise auf die Identität des beschriebenen Mannes geben?

Hinweise nimmt die Kripo Nordhausen unter der Telefonnummer 03631 / 960 entgegen.

Ermittlungen in Gotha: Unbekannte schießen mit Luftgewehr auf Katzen

Die Landespolizeiinspektion Gotha hat Ermittlungen wegen eines gravierenden Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen haben ein oder mehrere bislang unbekannte Täter im Stadtgebiet mit einem Luftgewehr auf zwei Katzen geschossen.

Beide Tiere erlitten durch die Schüsse Verletzungen und mussten umgehend tierärztlich versorgt werden. Der Vorfall wurde der Polizei am heutigen Donnerstagmorgen gemeldet.

Fundort am Myconiusplatz – Polizei sucht Zeugen

Aufgefunden wurden die verletzten Katzen im Bereich des Myconiusplatzes. Da Katzen jedoch einen größeren Aktionsradius haben können, schließt die Polizei nicht aus, dass sich die Tiere vor oder nach der Tat im gesamten Stadtgebiet von Gotha bewegt haben.

Um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen:

  • Wer hat im Bereich des Myconiusplatzes oder an anderer Stelle im Stadtgebiet verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • Wer hat Wahrnehmungen zu Personen gemacht, die mit einer Schusswaffe beziehungsweise einem Luftgewehr hantierten?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Gotha unter der Telefonnummer 03621 – 781124 entgegen. Bitte geben Sie bei Ihrer Meldung die Bezugsnummer 0204559/2026 an.

Zusammenstoß auf Bahnstrecke: Regionalbahn fährt in Ilmenau auf einen Tresor

Ein ungewöhnlicher Fund hat am Dienstagabend auf der Bahnstrecke zwischen Ilmenau und Plaue zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr geführt. Kurz vor 23:00 Uhr kollidierte eine Regionalbahn mit einem Hindernis im Gleisbett.

Der Lokführer hatte das Objekt zwar noch rechtzeitig erkannt und eine Notbremsung eingeleitet, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Bundespolizisten untersuchten die Unfallstelle in der Weimarer Straße und machten eine überraschende Entdeckung: Bei dem Hindernis handelte es sich um einen völlig deformierten Stahlkasten, der sich als Tresor entpuppte. Aufschluss über den Eigentümer oder die Herkunft gab es vor Ort zunächst nicht.

Die 20 Reisenden im Zug blieben bei dem Unfall unverletzt. Der Tank der Lokomotive wurde durch die Wucht des Aufpralls jedoch schwer beschädigt, sodass ausgelaufener Diesel durch die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr gebunden werden musste. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt, und der beschädigte Triebwagen musste in die Werkstatt überführt werden.

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Strecke voll gesperrt, bis der Betrieb gegen 1:00 Uhr nachts wieder freigegeben werden konnte. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Handlungen beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0361/659830 oder per E-Mail an bpoli.erfurt@polizei.bund.de zu melden.

Polizeieinsatz in Sollstedt: Randalierer überrascht Beamte mit knapp vier Promille

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Ein Polizeieinsatz in der Karl-Liebknecht-Straße nahm am Dienstagabend einen überraschenden Verlauf. Ein 39-jähriger Mann hatte in einem dortigen Mehrfamilienhaus für erhebliche Unruhe gesorgt und randaliert. Besorgte Hausbewohner alarmierten daraufhin die Polizei.

Eine Streife des Inspektionsdienstes Nordhausen traf zügig am Einsatzort ein und konnte den Randalierer vor Ort stellen. Da der 39-Jährige auf die Beamten einen alkoholisierten Eindruck machte, führten sie einen Atemalkoholtest durch. Das Ergebnis versetzte selbst die erfahrenen Polizisten in Staunen: Obwohl der Mann auf die Einsatzkräfte lediglich leicht angeheitert wirkte, zeigte das Testgerät einen Wert von annähernd vier Promille an.

Aufgrund dieser extrem hohen Alkoholisierung, die für den Körper potenziell lebensbedrohlich ist, zogen die Beamten den Rettungsdienst hinzu. Der Mann wurde im Anschluss zur medizinischen Überwachung und weiteren Behandlung in ein Klinikum gebracht.