Eisenach: Mosewaldschule soll ab Sommer komplett saniert werden

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Die Komplettsanierung der Mosewaldschule in Eisenach soll im Sommer starten. Gebaut wird voraussichtlich in zwei Abschnitten. Für den Bau stehen der Stadt Eisenach aus Bundesmitteln Fördergelder in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Großprojekt Komplettsanierung der Mosewaldschule soll mit Beginn der Sommerferien 2020 starten. Diese frohe Botschaft verkündete Katja Wolf gestern (25. Februar). Der Bauantrag ist bereits gestellt. Die Eisenacher Oberbürgermeisterin hatte gemeinsam mit Schulleiter Jens Krumbholz Elternvertreter und Lehrer der Grundschule zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Manuela Hoppe, Hochbauingenieurin der Stadtverwaltung, stellte den Bauablauf und die Pläne zur Schulsanierung vor.

4,8 Millionen Euro Fördergelder stehen der Stadt für die Sanierung zur Verfügung. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen“.
Die Fördermittel des Bundes werden vom Land Thüringen Land mit einem zehnprozentigen Anteil kofinanziert.

Die 242 Schüler und 15 Lehrer sowie neun Erzieher, können sich künftig beispielsweise über sanierte Klassenräume, einen Aufzug, einen lichtdurchfluteten Laubengang, helle Räume im Untergeschoss, einen renovierten Speiseraum und ein grünes Klassenzimmer auf dem Außengelände der Grundschule freuen. „Das alles wird im laufenden Schulbetrieb bewältigt. Wir bauen voraussichtlich in zwei Abschnitten, die jeweils etwa ein Jahr lang dauern werden“, erklärte Manuela Hoppe. Bauabschnitt eins soll mit Beginn der Sommerferien 2020 starten. Der Abschnitt umfasst den hinteren Teil der jetzigen Schule – die Essensausgabe, den Speiseraum, die Küche, Toiletten und zehn Klassenräume. Die Sanierung während des laufenden Schulbetriebs ist nur dank einer präzisen Vorbereitung und einer guten Organisation möglich. So stehen nebenan, in der Medizinischen Fachschule (Mefa), sechs Klassenräume zur Verfügung. Dorthin wird ein Teil der Grundschüler umziehen, wenn ihre Räume saniert werden. Ebenfalls in der benachbarten Mefa werden die Grundschüler mit Baubeginn Mittag essen. Es wird geprüft, ob die Toiletten der Mefa sowie der Turnhalle während der Bauzeit für die Schüler zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Toilettencontainer, die während der Bauzeit unmittelbar am Schulgebäude aufgestellt werden. Der vordere Teil der Grundschule im Stadtteil Eisenach Nord soll ab Sommer 2021 saniert werden.

Lichtdurchfluteter Laubengang mit Aufzug – barrierefreie Schule

Hingucker wird ein in den Obergeschossen geschlossener und dank vieler Fenster lichtdurchfluteter Laubengang an der Nordseite des Gebäudes. Er dient als Flur, zur Erschließung der Klassenräume. Direkt angrenzend wird der neue Aufzug entstehen, mit dessen Hilfe künftig alle Räume der Grundschule barrierefrei zugänglich sein werden. Die Räume im Untergeschoss werden künftig hell und attraktiv sein, weil das Gelände im Zugangsbereich der Schule und an der Gebäudesüdseite großzügig abgetragen wird. Im Untergeschoss werden nach der Sanierung Werk- und Kunsträume, der Schulgartenraum, eine Schülerküche sowie die Schulbibliothek und der Medienraum eingerichtet. Vom Untergeschoss aus wird es einen direkten Zugang zum neuen grünen Klassenzimmer geben.

Die Klassenräume befinden sich künftig geordnet im Erdgeschoss sowie im zweiten Stock der Schule. Jeder Klassenraum soll nach der Komplettsanierung eine Einzelraumlüftung haben. Die Räume auf der Südseite des Schulgebäudes werden zudem einen Sonnenschutz erhalten. In unmittelbarer Nähe zueinander werden die Räume der Schulleitung sowie die Räume für das pädagogische Personal im ersten Obergeschoss angeordnet. Eingerichtet wird auch ein Erste Hilfe-Zimmer. Der dritte Stock der Schule wird ausschließlich als Hort dienen. Alle Räume dort werden so gebaut, dass sie perspektivisch als Klassenräume genutzt werden können. Ganz oben im Schulgebäude bleibt die Aula sowie zwei weitere Räume.

Zur Komplettsanierung gehört auch eine neue, wärmegedämmte Fassade. Außerdem wird das Dach neu eingedeckt. Die Lichtkuppeln, die derzeit eine immense Lärmbelastung bei Regen darstellen, werden zurückgebaut.

Verantwortlich für die Bauplanung ist das Planungsbüro „Bauprojekt K. Schmidt GmbH“ aus Sondershausen.

Quelle

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