Kommunen und Kreise mit Mehreinnahmen und Mehrausgaben im I. Quartal

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Die Thüringer Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise hatten im 1. Quartal 2020 Ausgaben in Höhe von 1,39 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 95,5 Millionen Euro bzw. 7,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Hauptgründe für diese Entwicklung waren unter anderem die gestiegenen Ausgaben für Sachinvestitionen, Personal sowie für den laufenden Sachaufwand.

Ein großer Ausgabenblock sind die Ausgaben für Sachinvestitionen. Hier war der höchste Anstieg zu verzeichnen. Die Ausgaben lagen bei insgesamt 155,1 Millionen Euro und damit um 39,3 Millionen Euro bzw. 33,9 Prozent höher als in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. Davon wurden für Baumaßnahmen 122,4 Millionen Euro (+34,0 Millionen Euro bzw. 38,5 Prozent) und für den Erwerb von Sachvermögen 32,7 Millionen Euro (+5,3 Millionen Euro bzw. 19,3 Prozent) mehr ausgegeben.

Die Personalausgaben sind gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 28,9 Millionen Euro bzw. 8,0 Prozent gestiegen und beliefen sich auf insgesamt 388,9 Millionen Euro, was vor allem auf tarifliche Anpassungen zurückzuführen ist.

Für den laufenden Sachaufwand wurden insgesamt 251,4 Millionen Euro ausgegeben und damit 18,1 Millionen Euro mehr als im 1. Vierteljahr 2019. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus höheren Ausgaben für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Grundstücke und baulichen Anlagen, aus höheren Mieten und Pachten und aus höheren Ausgaben für besondere Aufwendungen für Bedienstete.

Im 1. Quartal 2020 konnten die Kommunen 1,28 Milliarden Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 63,1 Millionen Euro bzw. 5,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den größten Anteil der Einnahmen bildeten die laufenden und investiven Finanzzuweisungen vom Land.

Mit einem Volumen von 772,1 Millionen Euro bzw. einem Anteil von 60,4 Prozent an den Gesamteinnahmen erhielten die Gemeinden und Gemeindeverbände 56,0 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb war ein Anstieg um 7,1 Millionen Euro auf 159,4 Millionen Euro festzustellen.

Die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Einnahmen beliefen sich auf 258,8 Millionen Euro und waren damit um 6,5 Millionen Euro bzw. 2,4 Prozent niedriger als in den ersten 3 Monaten 2019.

Dieser Rückgang beruht auf einer Rückzahlung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer. Die Einnahmen aus den Grundsteuern und der Gewerbesteuer (netto) lagen mit 255,0 Millionen Euro (+ 3,5 Millionen Euro bzw. 1,4 Prozent) annähernd auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik.

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