Ein obdachloses Duo hat am Donnerstagabend und in der darauffolgenden Nacht die Polizei in Wasungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) gleich mehrfach beschäftigt. Was als vermeintlich einfacher Hausfriedensbruch begann, endete für einen Mann und eine Frau nach einer handfesten Eskalation in der Gewahrsamszelle.
Der erste Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend (21.05.2026) gegen 18:30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Zur Peterskirche. Eine aufmerksame Mitarbeiterin der dortigen Hausverwaltung bemerkte einen Mann und eine Frau im Gebäude, die dort nicht gemeldet waren. Als die Verantwortliche das Duo aufforderte, das Haus umgehend zu verlassen, reagierten die beiden unbefugten Personen aggressiv. Statt der Aufforderung nachzukommen, bedrohten und beleidigten sie die Angestellte. Erst als eine alarmierte Polizeistreife vor Ort eintraf, packten die beiden amtsbekannten Personen ihre Habseligkeiten zusammen und fügten sich dem ausgesprochenen Platzverweis.
Nächster Einsatz am Bahnhof: Eskalation in einer Scheune
Die Ruhe war jedoch nur von kurzer Dauer. Wenige Stunden später, in der Nacht zum Freitag, traten die beiden Wohnungslosen im Bereich des Bahnhofs in Wasungen erneut negativ in Erscheinung. Sie hatten sich unberechtigt in einer dortigen Scheune ein Nachtlager eingerichtet. Da auch dies nicht legitim war, musste die Polizei abermals anrücken.
Dieses Mal zeigten sich die Personen jedoch gänzlich uneinsichtig. Als die Beamten den erneuten Platzverweis durchsetzen wollten, eskalierte die Situation völlig:
- Angriff auf Polizistin: Die 26-jährige Frau geriet über die Maßnahme derart in Zorn, dass sie laut schimpfend auf die Einsatzkräfte zuging und einer Polizeibeamtin einen Tritt versetzte.
- Fixierung am Boden: Die Angreiferin wurde von den Polizisten umgehend zu Boden gebracht und fixiert.
- Gefährliche Solidarisierung: Ihr 39-jähriger Begleiter versuchte daraufhin, die Festnahme seiner Partnerin aktiv zu stören und die Fesselung zu verhindern. Die Beamten mussten auch ihn überwältigen und ihm Handfesseln anlegen.
Die Nacht endet in der Zelle
Für das rabiate Duo war der Ausflug damit beendet. Beide Personen wurden in den Polizeigewahrsam genommen, wo sie den Rest der Nacht verbringen mussten. Das Nachspiel wird sie nun noch länger beschäftigen: Die Beamten leiteten mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Bedrohung, Beleidigung sowie wegen des tätlichen Angriffs auf und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.


