Was möglicherweise als unüberlegter Streich unter Jugendlichen gedacht war, beschäftigt nun die Bundespolizei als handfeste Straftat. Am Mittwochnachmittag geriet eine Gruppe von Teenagern am Altenburger Bahnhof ins Visier von Zeugen, als sie sich am dortigen Fahrradabstellplatz zu schaffen machten.
Die Jugendlichen demontierten an insgesamt sieben abgestellten Fahrrädern die Sättel mitsamt den Sattelstützen. Lange unbemerkt blieb die Aktion jedoch nicht: Aufmerksame Passanten beobachteten das Geschehen und verständigten die Behörden.
Flucht vor der Polizei und Fund im Lüftungsschacht
Als die alarmierten Beamten der Bundespolizei am Bahnhof eintrafen, hatten die Täter bereits das Weite gesucht. Sie entkamen unerkannt in eine bislang unbekannte Richtung. Auch eine sofort eingeleitete Fahndung im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs verlief zunächst ergebnislos.
Gänzlich leer gingen die Polizisten bei ihrer Suche jedoch nicht aus: Bei einer intensiven Absuche des Geländes stießen sie auf das Beutegut. Die Jugendlichen hatten die entwendeten Sättel und Sattelstützen in einem nahegelegenen Lüftungsschacht versteckt. Für die betroffenen Eigentümer bedeutete die Aktion dennoch eine ärgerliche und unschöne Überraschung.
Ermittlungen wegen Sachbeschädigung laufen
Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Die Ermittler setzen nun verstärkt auf die Auswertung der vorliegenden Zeugenhinweise. Diese sollen dabei helfen, die Identität der flüchtigen Gruppenmitglieder schnellstmöglich zu klären und die bislang unbekannten Täter dingfest zu machen.


