Ein verheerendes Feuer in der Rankestraße hatte am 20. Mai einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Gegen 13:40 Uhr ging der Alarm bei den Rettungskräften ein: Ein derzeit unbewohntes Reihenhaus stand lichterloh in Flammen. Dank des raschen und koordinierten Eingreifens der Feuerwehr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und schließlich vollständig gelöscht werden.
Dennoch hinterließen die Flammen erhebliche Zerstörung. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 50.000 Euro. Da die Gefahr eines Übergreifens der Flammen oder einer akuten Rauchentwicklung nicht ausgeschlossen werden konnte, mussten zwei unmittelbar angrenzende Wohnhäuser zur Gefahrenabwehr evakuiert werden. Glücklicherweise kamen nach aktuellen Erkenntnissen keine Personen zu Schaden.
Ermittlungserfolg der Kriminalpolizei: Tatverdächtiger in Haft
Noch während die Löscharbeiten andauerten, nahm die Kriminalpolizei vor Ort die tiefgründigen Ermittlungen zur Brandursache auf. Diese führten die Beamten schnell auf die Spur eines Verdächtigen. Ein 50-amerikanischer beziehungsweise deutscher Staatsbürger geriet dringend in den Fokus der Ermittler und wurde vorläufig festgenommen.
Bereits am gestrigen Tag erfolgte auf Antrag der Staatsanwaltschaft die richterliche Haftprüfung am zuständigen Amtsgericht. Der zuständige Haftrichter erließ im Ergebnis der Anhörung einen Haftbefehl gegen den 50-Jährigen. Der Mann wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, wo er nun in Untersuchungshaft sitzt.
Fahrlässigkeit als mutmaßliche Brandursache
Bezüglich des genauen Hergangs zeichnet sich für die Ermittler bereits ein konkretes Bild ab. Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Kriminalpolizei gilt ein fahrlässiger Umgang mit brennbaren oder nachglühenden Stoffen als die wahrscheinlichste Ursache für den Ausbruch des Feuers. Der polizeiliche Einsatz vor Ort sowie die kriminaltechnischen Detailauswertungen dauern gegenwärtig noch an.


