Erfurt: 20 Jahre ohne TÜV und dennoch zur Sperrstunde unterwegs

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Am Samstag, den 19.12.2020, gegen Mitternacht kontrollierten Erfurter Polizeibeamte einen älteren Kleinwagen, der diesen durch übertrieben langsames Fahrverhalten aufgefallen war. Zunächst konnten der polizeilich häufig in Erscheinung getretene 28-jährige Fahrer und sein ebenfalls vorbestrafter 36-jähriger Beifahrer und Bruder den Beamten keinen plausiblen Grund nennen, weshalb die beiden zur Sperrstunde in der Stadt unterwegs waren. Zum Einen ist das Losfahren, um alkoholische Getränke zu kaufen, nicht nur zu dieser Uhrzeit unter Pandemieumständen nicht möglich. Zum Anderen ist es nach der neuen Corona-Schutzverordnung auch kein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Beamten noch nicht, dass diese Ordnungwidrigkeit das kleinste Problem werden würde. Bei einem Blick auf das Kennzeichen fiel sofort auf, dass die Hauptuntersuchung vor 20 Jahren abgelaufen ist, was nahezu mit der Erzulassung des Autos übereinstimmte. Ein Gespräch mit dem Fahrer ergab zudem sehr schnell, dass dieser keinen gültigen Führerschein besitzt und das von ihm genutzte Fahrzeug auch nicht versichert ist. Er äußerte, dass er die Kennzeichen noch zuhause liegen hatte. Aufgrund körperlicher Auffälligkeiten wurde bei dem 28-Jährigen außerdem ein Drogenvortest durchgeführt, welcher positiv auf chemische Drogen reagierte. Eine anschließende Durchsuchung des PKWs brachte zudem verschreibungspflichtige Medikamente zum Vorschein, zu denen die Brüder unterschiedliche Herkunfsangaben machten. Zusammengefasst hat der nun beschuldigte Autofahrer eine Häufung von Straftaten begangen, für welche er sich im folgenden Strafverfahren rechtfertigen muss.

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