Wasserstoff-Forschung mit neuem Zentrum am Erfurter Kreuz

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Die Nutzung von Wasserstoff birgt große Potenziale zur Dekarbonisierung der Industrie und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas. Innovative Wasserstofftechnologien sind der Schlüssel zu einem zukunftsträchtigen und wachsenden Markt. Das Land Thüringen unterstützt daher das neue Wasserstoffanwendungszentrum am Forschungscampus Erfurter Kreuz »Industrielle Wasserstoff-Technologien Thüringen (WaTTh) « über drei Jahre mit 6,9 Mio. Euro. Weitere 3,4 Mio. Euro stellt der Freistaat für den Ankauf eines Gebäudes zur Verfügung, in dem Forschende des Fraunhofer IKTS Wasserstofftechnologien entwickeln und erproben können.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sieht in diesem Vorhaben eine Investition in die Zukunft Thüringens: »Wasserstoff ist ein wichtiger technologischer Hebel für die CO2-Neutralität in der Industrie. Mit dieser strategischen Investition kann Thüringen vorhandenes Know-how bündeln, notwendige Innovationen erarbeiten und diese direkt in die Produktion überführen. Damit setzt Thüringen ein weiteres wichtiges Zeichen für zukunftweisende Technologien.«

»Mit diesen Vorhaben können wir die unikalen Lösungen zur Produktion und Verwendung von Wasserstoff, die am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS entwickelt werden, auf ein industrielles Niveau heben. Zudem soll auch die lokale Zuliefer-industrie in Thüringen einbezogen werden«, so Dr. Roland Weidl, Standortleiter des IKTS in Arnstadt.

Dafür wird das Batterie-Innovations- und Technologie-Center BITC als Teil des Fraunhofer IKTS am Erfurter Kreuz um ein »Wasserstoffanwendungszentrum für industrielle Wasser-stoff-Technologien Thüringen« (WaTTh) erweitert. Dabei sollen Synergieeffekte zur am BITC bereits im Aufbau befindlichen Energiespeicherfertigungstechnologie 4.0 ausgenutzt wer-den. Schwerpunkte liegen insbesondere auf den Bereichen Wasserstoffproduktion durch großformatige Stack-Technologie und industrielle Nutzung von Wasserstoff: beispielsweise die thermische Nutzung in der Keramikindustrie sowie spezielle Power-to-X-Lösungen. Dazu wird es eine enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau sowie dem Institut für Angewandte Baustoffforschung Weimar gGmbH und dem neuen HySON-Institut in Sonneberg geben. Der ebenfalls geförderte Ankauf eines Gebäudes und weiterer Flächen am Forschungscampus Erfurter Kreuz sichert die notwendigen Ressourcen für den weiteren Ausbau und die langfristige Präsenz der Fraunhofer-Forschung vor Ort.

Quelle

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