10. Thüringer Tourismuspreis vergeben

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10. Thüringer Tourismuspreis geht an das Hotel „DAS KEHRS“ auf dem Petersberg, das AHORN Panorama Hotel Oberhof sowie an Rollyboot Hohenwarte

Unter dem Motto „ZUKUNFT. THÜRINGEN. TOURISMUSLAND. Gemeinsam Weiterentwickeln: Bring dich ein!“, lädt der diesjährige Tourismustag heute die Thüringer Touristiker in die Arena Erfurt. Zur Halbzeit der Tourismusstrategie 2025 wird ein Blick auf das bisher Erreichte geworfen und diskutiert, wie die Umsetzung der Strategie weiter erfolgreich vorangetrieben werden kann. Aber auch die weiterhin angespannte Situation ist ein Thema. „Die gegenwärtige Lage des Thüringer Gastgewerbes wird geprägt durch pandemiebedingte Einschränkungen, Abwanderung von Fachkräften zu anderen Branchen und einem vorsichtigeren und qualitätsbewussten Gästeverhalten. Umso mehr müssen gemeinsam die Weichen für einen stabilen Tourismus und eine erfolgreiche Nach-Pandemie-Zeit gestellt werden“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Bilder und Filme zum Tourismuspreis unter: Thüringer-Tourismustag.info

„Zur Halbzeit der Thüringer Tourismusstrategie 2025 liegen vier Jahre mit vielen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen hinter uns. Ziel war und ist nach wie vor, die Nachteile der kleinteiligen Strukturen auf regionaler und kommunaler Ebene abzumildern und die Zusammenarbeit zu verstärken“, so Tiefensee weiter. Hier sei man schon ein gutes Stück vorangekommen, was sich laut der Tourismusberatung dwif-Consulting im Vergleich von 2017 und 2019 etwa in einem Nachfrageplus von 4,3 Prozent zeige. Die Leitprodukte im Marketing verzeichnen ein deutliches Plus in Bezug auf die Besuchsabsicht – so etwa die Wartburg mit 20 Prozent oder Weimar mit 19 Prozent.

Es gelte jetzt, die zweite Hälfte der Wegstrecke zu nutzen, um die die Zukunft mit den Leistungsträgern vor Ort noch stärker zu gestalten. Mit dem aktuell vom dwif erarbeiteten Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für Thüringen“ werde deutlich, dass der Tourismus positive Wirkungen in vielen Branchen und Lebensbereichen wie Infrastruktur, Einzelhandel und Kultur entfaltet. Sowohl in den Städten als auch in den ländlichen Räumen entwickele sich der Tourismus mit einem Bruttoumsatz von insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro zunehmend vom „weichen“ zum „harten“ Standortfaktor. Die Förderpolitik müsse folglich in allen Ressorts noch stärker zur Tourismusentwicklung beitragen. Dabei sei es von Nachteil, dass Die Tourismusförderung aktuell lediglich eine freiwillige Aufgabe der Städte und Gemeinden darstelle, der bei gleichzeitig hoher Belastung der Haushalte stets nur nachrangige Bedeutung zugemessen werde. Vor allem aber seien schlagkräftige Strukturen von großer Bedeutung. Wichtiges Ziel der Tourismusstrategie sei es daher, am Markt stärker wahrnehmbare Einheiten zu schaffen. Touristische Kooperationen auf kommunaler Ebene werden vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit von Maßnahmen immer wichtiger. Neben diesen strategischen Fragestellungen rücken auch inhaltliche Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Mobilität ins Blickfeld. Im Bereich der Digitalisierung gelte es gerade auf lokaler Ebene, noch weiter voranzukommen.

Zentrale Bedeutung haben dabei die regionalen Tourismusverbände – die sogenannten Destinationsmanagementorganisationen (DMO) – als Partner der Thüringer Tourismusgesellschaft und Ansprechpartner für die Kommunen. Mittlerweile haben sich alle DMOs hohen Qualitäts- und Informationsstandards verpflichtet, um den Bedürfnissen der Gäste besser gerecht zu werden. Hierzu zählt auch die Anbindung an die Tourismusdatenbank ThüCAT (Thüringer Content Architektur Tourismus) sowie die Funktion als „Coach und Berater“ gerade für kleine Betriebe in der Region.

Der Tourismustag ist die wichtigste Jahresveranstaltung der Thüringer Tourismusbranche und wird vom Thüringer Wirtschaftsministerium in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern, dem DEHOGA Thüringen e.V. sowie der Thüringer Tourismus GmbH veranstaltet.


10. Thüringer Tourismuspreis vergeben

Der Thüringer Tourismuspreis wird – in Koopera¬tion mit dem ADAC Hessen-Thüringen – in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Unter den insgesamt 46 Einreichungen werden die Gewinner in folgenden Kategorien gekürt: „Mut trotz Krise“, „Nachwuchspreis – Heute an morgen denken“ und “Branchenpreis“ sowie den Sonderpreisen für den Nachwuchs und digitale Lösungen in der Krise.

„Die Preisträger des diesjährigen Tourismuspreises bestechen durch Mut zum Handeln und Mut für neue Ideen sowie großes Engagement für den Fachkräftenachwuchs. Diesem Engagement kommt vor allem in der immer noch angespannten Situation enorme Bedeutung zu, um den Tourismus auch nach der Krise gut aufzustellen“, so Tiefensee.

„Das Jahr 2021 hat die Tourismusbranche erneut vor große Herausforderungen gestellt. Mit Kreativität und vor allem Mut zum Handeln sind in dieser schwierigen Zeit dennoch außergewöhnliche touristische Angebote in Thüringen entstanden. Wir freuen uns daher umso mehr, couragierte Köpfe auszuzeichnen, die mit ihren guten Ideen neue Wege gefunden haben, Gäste zu begeistern und das Reiseland Thüringen damit noch attraktiver machen“, sagt Dr. Hilmar Siebert, Vorstand Reise, Freizeit und Tourismus des ADAC Hessen-Thüringen.

Die Gewinner erhalten je ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro sowie einen Imagefilm und ein Glasschild mit dem Tourismuspreis-Logo für ihr Marketing. Die Plätze 2 und 3 in den ausgeschriebenen Kategorien erhalten eine Ankerkennungsurkunde. Die Preisträger des Tourismuspreises 2021 sind:

Kategorie „Mut trotz Krise“

für den Mut zur Investition in ein neues Hotel trotz Krise. Ute und Isabell Kehr erhalten den Preis für ihre Investition in ein kurz vor der Eröffnung stehendes Hotel auf dem Erfurter Petersberg. Trotz der Corona-Krise wurde weiter investiert und Personal eingestellt. Nach Fertigstellung stehen im ehemaligen Unteroffizierskasino auf dem Petersberg 38 Zimmer für Gäste zur Verfügung

Anerkennungen erhalten: Zwei neue, moderne Chalets in Gehlberg und „Campingplatz Im Grünen“ im Weimarer Land. Marco Elze hat den langen vernachlässigten Campingplatz zu einer nachgefragten Adresse entwickelt.


Kategorie „Nachwuchspreis – Heute an morgen denken“

AHORN Panorama Hotel Oberhof für das Engagement im Bereich der Ausbildung. Hoteldirektorin Jacqueline Schambach und Geschäftsführer Michael Bob beschäftigen im Hotel derzeit 50 Auszubildende, deren Arbeitsverhältnisse auch zur Coronazeit fortgeführt worden sind. In Kooperation mit dem DEHOGA Kompetenzzentrum wurde das hohe Niveau der Ausbildung auch während der Schließzeit aufrecht gehalten.

Anerkennungen erhalten: das Hotel Santè Royale Bad Langensalza für die qualitativ hochwertige Ausbildung von Auszubildenden. Ausbildungsverhältnisse wurden auch in der Krise trotz stark gesunkener Gästezahlen fortgeführt. Auch das Hotel „Thüringer Hof“ in Bad Frankenhausen erhält eine Anerkennung für die engagierte Vermittlung von Gästeservice und Qualitätsdenken an den Nachwuchs.

Kategorie „Branchenpreis“

Rollyboot Hohenwarte für sein innovatives Angebot. Das vom Tourismusnetzwerk gewählte Hausboot besitzt alles, was man für einen Aufenthalt braucht – Frühstück auf der Terrasse, Glas Wein unter freiem Sternenhimmel, Yoga auf dem Sonnendeck. Energie wird über den Motor und das Solarpanel auf dem Dach erzeugt. Verwendet werden zudem ausschließlich biologisch abbaubare Reinigungsmittel.


Sonderpreis für den Nachwuchs

Auszubildende der Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen für ihren Instagram- Kanal. Im Rahmen ihres Projektes stellen die Auszubildenden ihre Berufsbilder vor. Die Jury überzeugten Eigenständigkeit, Kreativität, die Arbeit im Team, das nachhaltige Denken und lösungsorientierte Handeln. Die Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen vereinen Bereiche wie die Thüringentherme, das Freibad Mühlhausen, den Campingplatz am Schwanenteich und die Tourist Information Mühlhausen unter einem Dach und bilden hierdurch verschiedene Berufe an unterschiedlichen Orten aus. Ausbildungsberufe sind Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau, Fachangestellter/-e für Bäderwesen, Mechatroniker/- in und Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit.

Sonderpreis für digitale Lösungen in der Krise

Das Museum Schloss Wilhelmsburg für seine wöchentlichen Videoclips zu aktuellen und historischen Geschehnissen in amüsierender und pädagogisch hochwertiger Form. Die Clips werden über soziale Kanäle wie YouTube, Instagram oder Facebook gepostet und haben bisher über 250.000 Aufrufe erhalten. Mit den Clips werden neue Besucher aus ganz Deutschland und Europa auf die Region aufmerksam gemacht.  

Der Weimarer Stadtführer Christian Eckert erhält einen Sonderpreis für die Entwicklung der digitalen Formate „Couchkultur – Goethe und Schiller zu Hause auf deinem Sofa“. Die LIVE-Stadtführungen durch Weimar via ZOOM und Insta-Live-Rundgänge locken Besucher an und informieren unterhaltsam vor einem Besuch der Stadt.

Quelle

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