Eisenach/WAK: Die Verwaltung stellt sich zum 1. Januar neu auf

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Durch die Fusion der Stadt Eisenach mit dem Wartburgkreis haben sich die Aufgaben der Eisenacher Stadtverwaltung verändert. Die Stadt hat beispielsweise das Sozialamt, das Jugendamt und weitere Bereiche an den Wartburgkreis abgegeben. Das bedeutet auch, dass etwa 150 Mitarbeiter*innen ab Januar 2022 nicht mehr bei der Stadt Eisenach beschäftigt sind. Oberbürgermeisterin Katja Wolf nimmt dies zum Anlass, die Struktur der Stadtverwaltung neu zu ordnen. „Ich möchte erreichen, dass sich die einzelnen Abteilungen in erster Linie als Team begreifen. Es sollen mehr Entscheidungen eigenverantwortlich getroffen werden können, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Handlungsspielraum haben“, begründet Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

So wird es zum Jahreswechsel nicht mehr die seit den 1990er Jahren etablierten drei Dezernate geben. Die Verwaltung wird stattdessen in insgesamt vier Fachbereiche unterteilt. Diese heißen „Innere Verwaltung“, „Bildung, Jugend, Stadtplanung und Kultur“, „Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit“ sowie „Infrastruktur“. Oberbürgermeisterin Katja Wolf ist dabei der erste Fachbereich zugeordnet. Fachbereich 2 und 3 verantwortet der kürzlich wiedergewählte Dezernent der Stadt Eisenach, Ingo Wachtmeister. Den 4. Fachbereich übernimmt Christoph Ihling, der ebenfalls Ende November vom Stadtrat zum Stellvertreter der Oberbürgermeisterin gewählt worden ist. Er wird sich zudem schwerpunktmäßig mit der Realisierung der Multifunktionshalle O1 beschäftigen.

Verwaltungsvorstand leistet strategische Ausrichtung

Die Umstrukturierung schafft mehr Freiräume für strategische Ausrichtung und das Anpacken neuer Herausforderungen wie die Digitalisierung, der Begegnung des Klimawandels oder die mit der Fusion zugesagte Entwicklung der Stadt Eisenach zum Oberzentrum. Um diese Aufgaben kümmert sich zukünftig der Verwaltungsvorstand, der sich aus der Oberbürgermeisterin, ihren beiden Stellvertretern und den ehrenamtlichen Beigeordneten zusammensetzt. Auch das interne Arbeitsverständnis der Beschäftigten soll sich ändern. Damit das gelingt, werden Verwaltungsabläufe schneller und effizienter organisiert, interne Kommunikationswege verbessert und flachere Hierarchien eingeführt.

Ganz bewusst begreift die Oberbürgermeisterin die Einführung der neuen Verwaltungsstruktur als fließenden Prozess. „Für Änderungen und Anpassungen bin ich jederzeit offen“, sagt sie auch im Hinblick auf den neuen Bürgermeister Christoph Ihling, der ab Januar sein Amt antreten wird und daher noch keine Chance hatte, die Umstrukturierung zu begleiten. Das neue Organigramm ist bereits online zu finden (Reiter Rathaus, Menüpunkt Rathaus & Verwaltung, Unterpunkt Kontakt/Adresse/Leitbild). Ab Januar wird die Website der Stadt Eisenach schrittweise der neuen Verwaltungsstruktur angepasst.

Hintergrund Die Umstrukturierung der Eisenacher Stadtverwaltung ist ein Teil des Prozesses „Digitale und klimagerechte Transformation der Stadt Eisenach“ und orientiert sich am Kommunalen Steuerungsmodell der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). Das Beratungsunternehmen „Partnerschaften Deutschland GmbH“ unterstützte die Stadtverwaltung auf diesem Weg. Die Beratung wurde zu nahezu 100 Prozent aus Bundesmitteln gefördert.

Autor: Stadt Eisenach.


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