Thüringen: 9 verletzte Beamte nach „Spaziergängen“ von Maßnahmengegnern

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Am Montag, 24. Januar 2022, koordinierte ein Führungsstab der Landespolizeidirektion die Einsatzmaßnahmen aller sieben Landespolizeiinspektionen, nachdem in den sozialen Netzwerken zu einer Vielzahl von Protesten im ganzen Land aufgerufen wurde. 250 Bundespolizisten unterstützten den Einsatz.

Thüringenweit beteiligten sich etwa 26.500 Maßnahmenkritiker und Gegendemonstranten an 66 nicht angemeldeten Kundgebungen und Aufzügen und 11 angemeldeten Versammlungen.

Schwerpunkte waren dabei die Städte Gera mit etwa 3.100 Personen sowie Saalfeld und Altenburg mit je etwa 1.700 Personen. Weitere größere Protestkundgebungen waren in Gotha (etwa 1.300), in Jena und Ilmenau (je etwa 1.200), in Hermsdorf und Arnstadt (je etwa 1.000), sowie in Bad Salzungen (etwa 950) und Meiningen (etwa 900) zu verzeichnen. Die überwiegende Zahl der Protestierenden missachtete während der Zusammenkünfte die geltenden Infektionsschutzregeln.

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen wurden über 400 Identitäten festgestellt, dabei ist es mehrfach gelungen, Personen als faktisch Verantwortliche zu identifizieren. 165 Platzverweise wurden ausgesprochen und über 40 Strafanzeigen, sowie über 350 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist bekannt, dass neun Einsatzkräfte verletzt wurden, davon ist eine Beamtin vorläufig dienstunfähig.

Die Durchsetzung der gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird auch in den kommenden Tagen einen Schwerpunkt der Arbeit der Thüringer Polizei darstellen.

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