Jena: 50.000 Euro Förderung für Projekt „Künstlerische Tatsachen“

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Eine Förderung über 50.000 Euro aus Mitteln der Carl-Zeiss-Stiftung hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee an den Jenaer Verein IN’s NETZ e.V. übergeben. Mit dem Geld wird das Projekt „Künstlerische Tatsachen“ unterstützt, bei dem sechs internationale Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ortsansässiger Institute für einige Monate paarweise an einer Forschungsfrage arbeiten sollen. Tiefensee ist stellvertretender Vorsitzender der Carl-Zeiss-Stiftungsverwaltung. Die Gesamtkosten des Projekts an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst sind mit gut 150.000 Euro veranschlagt.

Das Vorhaben knüpft an das in den 2000er Jahren entwickelte Konzept der „Künstlerischen Forschung“ an, in dem sich künstlerische Verfahrensweisen und wissenschaftliche Methoden zu einem neuartigen Erkenntnisprozess verbinden sollen. „Anliegen des Projekts ist es, den Austausch von Kunst und Wissenschaft zu befördern, neue Perspektiven auf die eigene Arbeit zu schaffen, neue Einsichten oder Ideen zu ermöglichen“, sagte Tiefensee heute bei der Bescheidübergabe. „Ich bin gespannt, was herauskommt, wenn die unterschiedlichen ‚Kulturen‘ einmal in dieser Weise aufeinanderprallen.“ Die Ergebnisse der Zusammenarbeit sollen am Ende in Kunstwerke „transformiert“ werden, die ab Oktober im TRAFO – einer ehemaligen Transformatorenstation in der Nollendorfer Straße in Jena, die vom IN’s NETZ e.V. seit 2014 zu einem öffentlichen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Experimentierraum umgestaltet wird – zu sehen sein werden.

Bereits seit Februar laufen für das Projekt „Künstlerische Tatsachen“ die Vorbereitungen. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler wie auch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler soll im Juni erfolgen. Ihr Interesse an einer Mitwirkung bekundet haben bereits die Friedrich-Schiller-Universität, das Hans-Knöll Institut, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien, das Elektronenmikroskopische Zentrum, das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, das Deutsche Optische Museum (alle Jena), die Universität für Angewandte Kunst (Wien) sowie die Bauhaus-Universität Weimar. Im Juli startet die „Forschungsphase“ in den Jenaer Laboren, im August findet die Produktionsphase in den künstlerischen Ateliers statt. Ein begleitendes Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussionen, Konzerten und einem Beteiligungsformat soll das gesamte Projekt auch für die breite Öffentlichkeit erlebbar machen.

Mehr unter: https://www.kuenstlerische-tatsachen.de/

Quelle

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