Hochschulen in Jena und Nordhausen punkten beim Exzellenzwettbewerb „Innovative Hochschule“

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Wie kann Wissen besser von Hochschulen in Wirtschaft und Gesellschaft getragen und zur Anwendung gebracht werden? Das bundesweite Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ fördert Initiativen, die Antworten auf diese Frage finden und den Transfer verbessern. In der aktuellen, zweiten Förderrunde haben heute die Hochschulen in Jena und Nordhausen den Zuschlag für ihre Projekte erhalten. Die Vorhaben sind zwei von bundesweit 29 geförderten Projekten, insgesamt hatten 165 Hochschulen einen Antrag gestellt. „Ich freue mich, dass sich auch in der aktuellen Runde des bundesweit großen Exzellenzwettbewerbs zum Wissenstransfer zwei Thüringer Projekte durchsetzen konnten“, betont Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee.  

„Der erneute Zuschlag für das Projekt NUCLEUS Jena der Ernst-Abbe-Hochschule und der Friedrich-Schiller-Universität, mit dem die Stadt zu einer der führenden Innovationsregionen Deutschlands entwickelt werden soll, bezeugt zudem die Nachhaltigkeit und den Erfolg des Projekts“, so Tiefensee weiter. Mit Fortsetzung des Verbundvorhabens und dessen inhaltlicher wie geografischer Erweiterung verfolgen die Hochschulen das Ziel, Ideen, Wissen und Technologien aus dem Forschungsbereich noch besser in Wirtschaft und Gesellschaft zu übertragen. So sollen Innovationsprozesse in Jena und im Raum Ostthüringen verbessert und wirtschaftliche, ökologische und soziale Zukunftsfragen besser beantwortet werden können. Bereits in der ersten Förderrunde von 2018 bis 2022 hatten die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) und die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) in Jena eine Unterstützung von 8,2 Millionen Euro für das NUCLEUS-Projekt erhalten.

Im Rahmen des Projekts T-HSN der Hochschule Nordhausen soll innerhalb der Hochschule ein Netzwerk errichtet werden, um die Zusammenarbeit der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen in den Bereichen Green-Tech, Management und Governance sowie soziale und gesundheitliche Dienstleistungen zu verbessern. Im Zentrum stehen dabei Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und Daseinsvorsorge. Ein gemeinsames Projektbüro soll dafür bei der Erstellung von Anträgen unterstützen und Ideen für geeignete Partnerschaften entwickeln. Ein mobiler Showroom soll die Projekte in der Region präsentieren und Workshops dazu anbieten.

Mit dem eigenständigen Förderprogramm „Innovative Hochschule“ werden Kooperationen von Hochschulen oder mit der Wirtschaft gefördert. Nach Entscheid wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) nun die genaue Höhe der Förderung festlegen. Die FSU und die EAHJ haben etwa 9 Millionen Euro Förderung beantragt; die Hochschule Nordhausen 3,5 Millionen Euro. Im Rahmen des Programms „Innovative Hochschule“ stellen Bund und Länder von 2017 bis 2027 insgesamt 550 Millionen Euro im Rahmen von zwei Förderrunden zu Verfügung. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land. Förderbeginn für die zweite Förderrunde ist Anfang 2023.


Über das Programm „Innovative Hochschule“
Mit dem bundesweit großen Exzellenzwettbewerb „Innovative Hochschule“ wollen Bund und Länder den Hochschulen die Möglichkeit schaffen, ihren Ideen-, Wissens- und Technologietransfer zu stärken. Damit soll der Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft gefördert werden. Die Förderinitiative richtet sich insbesondere an Fachhochschulen sowie kleine und mittlere Universitäten, die bereits Strategien und Erfahrungen im Wissenstransfer haben. Zusammen mit dem Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ergänzt es die „Exzellenz-Strategie“ von Bund und Ländern. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich nun sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch bisher nicht geförderte Hochschulen 
beteiligen. http://www.innovative-hochschule.de

Quelle

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