Thüringen: mehr Abfallmengentrennung in 2021

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Die zeitnah zur Verfügung stehende Thüringer Abfallbilanz 2021 zeigt: Die Abfallmenge von privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie ist im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben, während die Abfalltrennung immer besser wird.

Das gilt insbesondere für die Wertstoffe Papier, Glas, Verpackungen, Grün- und Bioabfälle sowie Elektroaltgeräte. Dadurch steigt die Recyclingquote und es sinkt die Menge an Restabfällen (Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll).

Insgesamt wurden die 1.5 Millionen Tonnen Thüringer Abfall auch 2021 überwiegend recycelt (49 %) oder zur Energiegewinnung genutzt (26 %). Die drei kommunalen Verbrennungsanlagen in Thüringen gaben 2021 zusammen ca. 446 Tausend MWh an das Stromnetz ab. Das ist so viel wie 144.000 Haushalte bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.100 KWh jährlich an Strom benötigen.

Die Menge an Elektroschrott wurde nach einem stetigen Anstieg in den Vorjahren erneut auf dem Vorjahresniveau von acht Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner gehalten. Wichtig dafür sind neue Rückgabemöglichkeiten von Elektroaltgeräten im Einzelhandel und dadurch eine fachgerechte Entsorgung und höhere Recyclingquote. Mit dem Thüringer Förderprogramm „Reparaturbonus“ wurden zudem 10.000 Elektrogeräte repariert, die sonst möglicherweise entsorgt worden wären.

Ebenfalls konstant geblieben ist mit 148 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner im Jahr 2020 und 2021 auch insgesamt der Anteil der getrennt erfassten Mengen sogenannter trockener Wertstoffe (im Wesentlichen Papier/Pappe/Karton, Leichtverpackungen und Glas). Hier liegt Thüringen aber weiter unter dem Bundesschnitt von 152 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner (2020).

Die Mengen an Bio- und Grüngut erreichten einen neuen Höchstwert seit Beginn der Abfallbilanzen. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 128 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner getrennt erfasst. Der Anstieg betraf sowohl das Grüngut (Gartenabfälle: 2021: 89 kg/Einwohner/in; 2020: 80 kg) als auch das Biogut (Biotonne: 2021: 39 kg/Einwohner/in; 2020: 36 kg). Trotz der Mengenzunahme beim Biogut liegt Thüringen hier immer noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (2020: 64 kg/Einwohner/in). Dank der verbesserten getrennten Entsorgung konnten mehr wertvolle Rohstoffe für die Kompost- und Energieerzeugung zurückgewonnen werden als bisher.

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