Gera: Gustav-Henning-Platz wird verkehrsberuhigter Bereich

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Nach der überraschend guten Ressonanz auf den Verkehrsversuch im September 2022 wird der Gustav-Henning-Platz nun zum verkehrsberuhigten Bereich.

Nach der überwiegend positiven Resonanz auf den im vergangenen September durchgeführten Verkehrsversuch am Gustav-Henning-Platz hat sich die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Ausschuss für Bau, Umwelt, Verkehr und Liegenschaften dazu entschieden, den Bereich dauerhaft für den motorisierten Verkehr zu sperren. Dafür werden am 25. Mai 2023 große Pflanzkübel aufgestellt, die bereits während des Verkehrsversuchs zum Einsatz kamen. Konkret betroffen ist dabei die Rudolph-Diener-Straße oberhalb der Schloßstraße, die fortan nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Die Schloßstraße und das Parkhaus „Zentrum“ sind fortan nur noch über die Dr.-Eckener-Straße erreichbar. Nach Hinweisen aus dem Verkehrsversuch wird außerdem die Rudolf-Diener-Straße zwischen Amthorstraße und Humboldtstraße bergauf als Einbahnstraße eingerichtet, wobei der Fahrradverkehr weiterhin in beide Richtungen fahren darf.

Mit der erneuten Sperrung reagiert die Stadt nun auf diese Ergebnisse und wartet nicht bis zur Umgestaltung des Gustav-Hennig-Platzes, die in den kommenden Jahren durchgeführt werden soll. „Unser Ziel ist es, noch mehr Bereiche der Innenstadt als attraktiven Aufenthaltsraum zu gestalten, mit hochwertigen Grünflächen und Verweilcharakter, damit sich die Menschen gern dort aufhalten. Doch dafür müssen auch die aktuell von Autoverkehr dominierten Verkehrsräume umgestaltet werden. Die Ergebnisse aus dem Verkehrsversuch stimmen optimistisch, dass der Gustav-Henning-Platz ein solcher Ort werden kann“, erklärt Michael Sonntag, Dezernent für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt.

Der Verkehrsversuch fand im Zeitraum vom 5. bis zum 30. September 2022 statt. Ziel war es dabei herauszufinden, wie sich eine Sperrung an dieser Stelle auf die Verkehrsbelegung rund um den Gustav-Henning-Platz auswirken würde. Das Ergebnis: Im Bereich zwischen der Schloßstraße und der Amthorstraße ging der motorisierte Verkehr um 66,5 Prozent zurück. Auch die Befürchtung, die Humboldtstraße könnte aufgrund der Sperrung zum Stau-Schwerpunkt werden, blieb unbegründet. Die Daten aus dem Verkehrsversuchen haben gezeigt, dass im Untersuchungszeitraum kein erhöhtes Verkehrsaufkommen festgestellt werden konnte. Zudem hat der Verkehrsversuch gezeigt, dass die Sperrung des Areals für den KFZ-Verkehr positive Aspekte auf den Fußgängerverkehr in der Schloßstraße hatte: Die Querung der Rudolph-Diener-Straße wurde sicherer, insbesondere auf der Ostseite konnten die Fußgänger sorglos flanieren, weil hier nicht mehr auf kreuzende Kraftfahrzeuge geachtet werden musste.

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