Eisenach: Johann-Sebastian-Bach-Straße freigegeben

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In der Johann-Sebastian-Bach-Straße haben seit heute (28. Juni) alle Fahrzeuge wieder freie Fahrt. Oberbürgermeisterin Katja Wolf gab die grundhaft neu ausgebaute Straße offiziell wieder für den Verkehr frei. „Ich freue mich riesig, dass die Arbeiten rund einen Monat eher fertig geworden sind – und das trotz dreimonatiger Winterpause und zusätzlicher Arbeiten an einer wieder entdeckten Quelle“, unterstrich Katja Wolf.

Die Oberbürgermeisterin dankte den Bauleuten und Planern für ihre engagierte Arbeit. „Trotz mancher Unvorhersehbarkeit können die Anwohner ihre neue Bach-Straße bereits vier Wochen eher wieder nutzen.“ Diesem Lob schlossen sich Frank Sauer vom Trink- und AbwasserVerband Eisenach-Erbstromtal (TAV), Ivars Gludausis, Geschäftsführer der EVB GmbH, Thomas Gräfe von der Baufirma Eurovia sowie Dieter Hesse vom Planungsbüro Hesse an. „Die vorfristige Fertigstellung ist besonderes für die Anwohner eine große Erleichterung, die monatelang mit Einschränkungen leben mussten“, ergänzte Bürgermeister Dr. Uwe Möller.

Ein besonderes Dankeschön richtete die Oberbürgermeisterin deshalb auch an die Anwohner der Johann-Sebastian-Bach-Straße, die mit Geduld den Bauzustand ertragen und guten Kontakt zur Baufirma gepflegt haben. Den Anliegern der benachbarten Straßen (Bornstraße, Emilienstraße, Luisenstraße, Am Ofenstein) sowie denen, die vom Umleitungsverkehr betroffen waren, wurde ebenfalls gedankt. So standen beispielsweise Parkflächen nicht mehr zur Verfügung, waren Grundstücke manchmal nicht per Fahrzeug erreichbar oder musste der Umleitungsverkehr erduldet werden. „Ich bin sicher, es hat sich gelohnt und trotz manchem Unmut ist das eine Jahr Bauzeit doch recht schnell vergangen“, so Katja Wolf.

Grundhafter Ausbau der Straße



Zum grundhaften Ausbau der Johann-Sebastian-Bach-Straße gehörten zuerst das Verlegen neuer Wasserleitungen und Abwasserkanäle sowie neuer Energie- und Gasleitungen (einschließlich der entsprechenden Hausanschlüsse) in Regie von TAV und EVB. Anschließend wurden die Gehwege und die Fahrbahn erneuert, wofür die Stadt verantwortlich zeichnete. Zu dieser Maßnahme gehört außerdem auf einer Fläche von zirka 1400 Quadratmetern die Erneuerung der Fahrbahn in der Emilienstraße. Der grundhafte Ausbau der Bach-Straße betraf eine Fläche von rund 2600 Quadratmetern. Etwa 700 Quadratmeter neue Gehwege erhielten neues Betonsteinpflaster.

Beteiligte, Bauzeit, Kosten

Die Arbeiten zum grundhaften Ausbau der Johann-Sebastian-Bach-Straße hatten voriges Jahr am 29. Mai begonnen. Geplant war, bis Ende Juli 2018 alles geschafft zu haben – nun ist schon Ende Juni die Straße fertig. Eingeplant war auch eine Winterpause, die vom 22. Dezember 2017 bis 12. März 2018 dauerte. An dem Gemeinschaftsprojekt waren neben der Stadtverwaltung Eisenach der Trink- und AbwasserVerband Eisenach-Erbstromtal (TAV) und die Eisenacher Versorgungs-Betriebe (EVB Netze) GmbH beteiligt. Die städtischen Baukosten betrugen insgesamt rund 500.000 Euro für die Bach-Straße und Emilienstraße, wobei noch 95.000 Euro Mitte April dieses Jahres zusätzlich bereitgestellt werden mussten. Der TAV investierte ebenfalls rund 500.000 Euro in den neuen, größeren Kanal und die Trinkwasserleitung. Die EVB Netze war setzte weiteren rund 230.000 Euro für neue Elektro- und Gasleitungen ein.

Zusätzliche Arbeiten

Grund für die zusätzlichen Arbeiten war eine Wasserquelle, die während der Bauarbeiten in der Johann-Sebastian-Bach-Straße in der einmündenden Bornstraße freigelegt wurde. Die Quelle befindet sich rund einen Meter unterhalb der Straßenoberfläche und war zugeschüttet. Sie war nicht in den Unterlagen verzeichnet. Es musste eine Quellleitung verlegt werden, damit das Wasser in den Löbersbach fließen kann. „Die Leitung konnte praktischerweise im Zuge der aktuellen Bauarbeiten verlegt werden, da im Straßenbereich ohnehin die Asphaltschichten und Rinne noch fehlten. Ein alter Anschluss an den Löbersbach wurde gesucht und wieder aktiviert, erläuterte Angela-Marina Motschmann von der städtischen Tiefbauabteilung. Dank einer Eilentscheidung der Oberbürgermeisterin konnte zu diesem Zeitpunkt auch ein zweiwöchiger Baustillstand vermieden werden.

Quelle

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