„Besuch bestellt, Polizei geliefert“: Thüringer Beamte reagieren auf Netz-Beleidigungen

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Die Social-Media-Kanäle der Thüringer Polizei dienen dem schnellen Informationsfluss und dem respektvollen Austausch mit der Bevölkerung. Doch die vermeintliche Anonymität des Internets verleitet manche Nutzer zu Grenzüberschreitungen, die nun juristische Folgen haben.

Der Fall: Drohungen via Messenger

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nutzte eine Facebook-Nutzerin den Messenger der Polizei, um Beamte massiv zu beleidigen und zu bedrohen. Die Nachrichten gingen dabei weit unter die Gürtellinie. Was die Absenderin unterschätzte: Das Social-Media-Team der Polizei sicherte die Chatverläufe umgehend als Beweismittel.

Ermittlungserfolg in Bad Langensalza

Dank schneller Recherchen konnte das Nutzerkonto einer Person aus Bad Langensalza zugeordnet werden. In ihren Nachrichten hatte die Frau die Beamten provokant aufgefordert, „vorbeizukommen“. Dieser Bitte entsprach die Polizei Bad Langensalza am Donnerstagvormittag prompt.

Die Überraschung an der Haustür war groß: Die Beamten suchten die Verfasserin an ihrer Wohnanschrift auf, konfrontierten sie mit den Tatvorwürfen der Beleidigung und Bedrohung und leiteten ein offizielles Strafverfahren ein.

Klare Kante gegen Hass im Netz

Die Thüringer Polizei stellt klar: Soziale Netzwerke sind kein rechtsfreier Raum. Auch gegenüber Behörden und Personen des öffentlichen Lebens gilt das Gebot der zwischenmenschlichen Würde.

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