In Hildburghausen kam es am Dienstagnachmittag in der Coburger Straße zu einem brutalen Vorfall, der nun die Kriminalpolizei beschäftigt. Was als banale Beobachtung begann, endete für eine nigerianische Familie im Krankenhaus und mit Ermittlungen wegen eines möglichen rassistischen Motivs.
Gegen 16:35 Uhr beobachtete ein 10-jähriger Junge einen 42-jährigen Mann, der im Bereich eines Fußballplatzes urinierte. Als der Mann das Kind ansprach, flüchtete der Junge verängstigt. Doch der 42-Jährige ließ nicht locker: Gemeinsam mit einer 25-jährigen Frau verfolgte er das Kind, bis sie ihn schließlich einholten und gewaltsam festhielten. Dabei entrissen die Täter dem Jungen seinen Rucksack und warfen diesen achtlos über die Straße.
Die Mutter des Jungen bemerkte die bedrohliche Situation und eilte ihrem Sohn zu Hilfe. Doch anstatt die Konfrontation zu beenden, richtete sich die Aggression des Duos nun gegen die Frau:
- Angriff: Die 25-Jährige bespuckte die Mutter zunächst.
- Gewalt: Beide Täter schlugen anschließend gemeinschaftlich auf die Frau ein.
- Folgen: Das Opfer sackte infolge der Schläge zu Boden und musste später aufgrund ihrer schweren Verletzungen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden.
Erst als unbeteiligte Zeugen auf die Tat aufmerksam wurden, ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab und flüchteten. Auf ihrer Flucht entwendeten sie zudem den Rucksack der Mutter inklusive sämtlicher Wertsachen.
Die Polizei hat gegen das Duo Anzeigen wegen Körperverletzung erstattet. Besonders schwer wiegt jedoch der Hintergrund der Tat: Laut Zeugenaussagen fielen während des Angriffs rassistische Beleidigungen. Da es sich bei den Opfern um nigerianische Staatsangehörige handelt, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen, um den Verdacht einer politisch motivierten Straftat zu prüfen.


