Eisenach: Fußbodensanierung in der Wandelhalle schreitet voran

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In der Wandelhalle gehen jetzt die Sanierungsarbeiten am Fußboden zügig voran. Bürgermeister Dr. Uwe Möller informierte sich heute (18. Juli) sich vor Ort über den aktuellen Stand der Arbeiten.

In der vorigen Wochen hat die beauftragte Steinmetzfirma Denkmalpflege und Restaurierung Schiecke (Erfurt) in der Wandelhalle begonnen, den Fußboden neu zu verlegen. Der originale Fußboden bestand aus Terrazzo-Platten, die jedoch weitestgehend erneuert werden mussten. Es sind nur noch Fragmente auf kleineren Teilflächen vorhanden, die auch erhalten werden. In Abstimmung mit der Denkmalbehörde wurden deshalb die Platten nach historischem Vorbild nachgefertigt. Bei deren Herstellung kam es zu zeitlichen Verzögerungen, die sich auch auf den gesamten Bauablauf auswirkten.

Zu beachten war bei der Sanierung des Fußbodens außerdem, dass vom Kartausgarten her beispielsweise Regenwasser in die Halle gelangen kann. Insbesondere im Winter könnten bei Frost die Terrazzo-Platten kaputt frieren. Deshalb zog die Stadtverwaltung mehrere Experten hinzu, um den Fußbodenaufbau so optimal wie möglich zu gestalten. Im Mai konnte dann der Estrich in der Wandelhalle eingebaut werden.

Nachdem nun die Platten fertig gestellt sind, konnte die Steinmetzfirma in der vorigen Woche mit dem Verlegen der Terrazzo-Platten beginnen. Inzwischen ist der sanierte neue Fußboden schon sichtbar. Eine besondere Herausforderung ist das Anpassen der neuen Platten an ein etwa vier Quadratmeter großes originales Fragment mit Ornamenten nahe der Bühne. Die historischen Terrazzoplatten liegen dort nicht mehr völlig eben, können aber auch nicht herausgenommen und neu verlegt werden. Deshalb sind hier die neuen Platten mit Fingerspitzengefühl anzupassen.Läuft alles planmäßig, wird der Fußboden in der Wandelhalle im September fertig sein. Dann können auch wieder Veranstaltungen in der Wandelhalle stattfinden.

Die Kosten für die Sanierung des Fußbodens in der Wandelhalle – dazu gehören die steinrestauratorischen Arbeiten, das Instandsetzung der Sockelleisten und Bankette sowie der komplette Unterbau – sind insgesamt mit rund 600.000 Euro veranschlagt. Der Hauptanteil der Kosten wird über Fördermittel der Städtebauförderung getragen. Hier werden 290.000 Euro aus dem Programm Stadtumbau Aufwertung von Bund und Land in Verbindung mit einem eigenen Thüringer Landesprogramm in Höhe von 76.000 Euro finanziert. Die erforderlichen Eigenmittel der Stadt in Höhe von 28.200 Euro wurden dafür bereits im Haushalt 2016 bereitgestellt. Darüber hinaus decken vorzeitig abgelöste Ausgleichsbeträge im Sanierungsgebiet in Höhe von 165.000 Euro einen Teil der Kosten. Außerdem stellte die Stiftung Wandelhalle 40.800 Euro (Gutachten und Arbeiten) zur Verfügung. Begleitet wird die Sanierung von der Planung bis zur Fertigstellung durch das Ortskuratorium Eisenach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Mit der schrittweisen Sanierung der Wandelhalle war 2004 begonnen worden. Als vorletzter Abschnitt waren 2014 die Außenanlagen neu gestaltet worden. Die Eisenacher Bürger haben während der gesamten Sanierungszeit mit Spenden an die Stiftung Wandelhalle als Treuhandstiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die Arbeiten an der Wandelhalle unterstützt.

Quelle

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