Nach dem gewaltsamen Tötungsdelikt vom 23. Juni 2026 in Greiz gibt es einen maßgeblichen Ermittlungserfolg zu verzeichnen. Wie die Staatsanwaltschaft Gera und das Landeskriminalamt (TLKA) Thüringen in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gaben, konnte der dringend tatverdächtige Mann nach einer viertägigen internationalen Flucht in Polen lokalisiert und festgenommen werden.
Die intensive Suche nach dem flüchtigen Täter nahm am vergangenen Freitag, dem 26. Juni 2026, ein erfolgreiches Ende. Kräften der polnischen Polizei gelang es im Großraum Warschau, einen 35-jährigen vietnamesischen Staatsbürger zu arretieren. Der Zugriff erfolgte in enger Abstimmung und mit massiver Unterstützung des spezialisierten Zielfahndungskommandos des Thüringer Landeskriminalamtes.
Gegen den 35-Jährigen besteht der dringende Verdacht, am Dienstag, dem 23. Juni 2026, eine 20-jährige Frau in Greiz vorsätzlich und gewaltsam getötet zu haben. Bei dem Opfer handelt es sich ebenfalls um eine vietnamesische Staatsbürgerin. Zu den genauen Umständen der Tat sowie zu einem möglichen Motiv halten sich die Ermittlungsbehörden derzeit aus taktischen Gründen bedeckt. Eine erste Pressemitteilung der Landespolizeiinspektion (LPI) Gera direkt am Tattag hatte die großangelegten Ermittlungen ins Rollen gebracht.
Der festgenommene Tatverdächtige befindet sich momentan weiterhin in polizeilichem Gewahrsam. Die deutschen Justizbehörden haben das rechtliche Verfahren zur Auslieferung des Mannes bereits vollumfänglich eingeleitet. Die Überstellung nach Deutschland ist für die kommenden Wochen avisiert, sodass sich der Beschuldigte zeitnah vor der zuständigen deutschen Justiz verantworten muss.
Die Behörden lobten im Nachgang ausdrücklich die hochgradig koordinierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Dienststellen. Dass der flüchtige Tatverdächtige innerhalb von nur vier Tagen im Ausland aufgespürt und festgenommen werden konnte, sei dem nahtlosen Zusammenspiel der Staatsanwaltschaft Gera, der Kriminalpolizei Gera sowie der verschiedenen Fachbereiche des TLKA zu verdanken. Neben der Mordkommission waren insbesondere die Experten für internationale polizeiliche Zusammenarbeit und die Zielfahnder maßgeblich am Erfolg beteiligt.
Die weiteren, umfassenden Ermittlungen zum Tathergang werden nun von der Mordkommission des TLKA unter der fortlaufenden Sachleitung der Staatsanwaltschaft Gera geführt. Weiterführende Presseauskünfte zum Sachverhalt können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erteilt werden.


