Wilde Verfolgungsjagd über zwei Landkreise endet am Baum: Mutmaßliche Treibstoffdiebe auf der B87 gestoppt

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Eine filmreife Verfolgungsfahrt über mehrere Landkreisgrenzen hinweg hat in den frühen Morgenstunden des Sonntags (05.07.2026) ein spektakuläres Ende an einem Baum gefunden. Zwei mutmaßliche Diebe wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Wie sich herausstellte, war das Fluchtfahrzeug ein einziges rollendes Vergehen.

Rasante Flucht vor der Polizei

Das Drama begann gegen 03:00 Uhr morgens auf der B87 in Eckartsberga. Drei Funkstreifenwagen des Polizeireviers Weißenfels / Naumburg wollten einen mit zwei Männern besetzten Volvo kontrollieren. Der Fahrer ignorierte sämtliche Anhaltesignale sowie das Blaulicht der Beamten und gab stattdessen Vollgas in Richtung Apolda/Weimar.

Aufgrund der hohen Fluchtgeschwindigkeit wurden umgehend die Kollegen der Polizeiinspektion Apolda alarmiert, die sich an der Verfolgung beteiligten.

Rücksichtsloses Wendemanöver im Gewerbegebiet

Im Bereich Oberroßla schien die Flucht zunächst ein Ende zu finden: Wegen einer dortigen Baustelle wich der Volvo-Fahrer in ein Gewerbegebiet aus. Dort wendete er das Fahrzeug jedoch kurzerhand und umfuhr mit absolut rücksichtsloser Fahrweise die Straßensperren der bereitstehenden Polizeiwagen, um wieder ungebremst in Richtung Eckartsberga zurückzurasen.

Crash am Baum beendet die Amokfahrt

Die riskante Flucht endete kurz nach dem Abzweig Reisdorf. Der Fahrer verlor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über den Volvo und krachte frontal gegen einen Baum. Da der Fahrer nicht angeschnallt war, erlitt er bei dem Aufprall schwere Verletzungen; das Fahrzeug wurde teilweise völlig zerstört. Der Beifahrer hatte mehr Glück: Dank des angelegten Sicherheitsgurts kam er mit leichten Verletzungen davon.

Beide Männer wurden von alarmierten Rettungskräften in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Diebesgut und lange Liste an Straftaten im Wrack

Bei der anschließenden Durchsuchung des Autowracks stießen die Beamten auf die wahre Motivation für die Flucht. Im Kofferraum befanden sich mehrere Treibstoffbehälter und Saugpumpen. Die Ermittler gehen fest davon aus, dass die Polizei die Männer mitten auf einer illegalen Diebstahlstour überrascht hatte.

Zudem deckte die Überprüfung der Person und des Fahrzeugs eine ganze Reihe schwerer Delikte auf:

  • Drogenfahrt: Der schwerverletzte Fahrer stand zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.
  • Kein Führerschein: Der Mann war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.
  • Illegales Fahrzeug: Der Volvo war weder versichert noch zugelassen.
  • Kennzeichendiebstahl: Die am Wagen angebrachten Nummernschilder waren als gestohlen gemeldet.

Gegen das Duo wurden umfangreiche Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Treibstoffdiebstählen dauern an.

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