Eine halsbrecherische Verfolgungsfahrt hat sich ein 35-jähriger Audi-Fahrer in der Nacht zum Mittwoch (28.10.2026) mit der Polizei geliefert. Der Einsatz erstreckte sich über mehrere Landkreise sowie die Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern.
Flucht über die Autobahn und Großeinsatz aus der Luft
Eine Streife der Polizeiinspektion Hildburghausen beabsichtigte den Autofahrer auf der Landstraße zwischen Eisfeld und Herbartswind zu kontrollieren. Der Mann missachtete jedoch sämtliche Anhaltesignale des Streifenwagens, beschleunigte sein Fahrzeug und flüchtete über dunkle Landstraßen in Richtung der Autobahn 73.
Auf der A73 setzte der Audi-Fahrer seine Flucht in Fahrtrichtung Coburg fort. Aufgrund der Dynamik der Lage wurden zusätzliche Unterstützungskräfte aus Sonneberg sowie aus Bayern hinzuzogen. Zur Unterstützung aus der Luft kam zudem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Obwohl der Audi zwischenzeitlich kurzzeitig aus den Augen verloren wurde, konnte das Fahrzeug wenig später wieder lokalisiert werden, als der Fahrer erneut in Richtung Thüringen raste.
Festnahme in Bayern und mehrere Haftgründe
Der Zugriff erfolgte schließlich auf bayerischem Gebiet zwischen Rottenbach und Ahlstadt, wo Einsatzkräfte den Audi stoppen und den 35-Jährigen vorläufig festnehmen konnten.
Bei der anschließenden Kontrolle zeigten sich rasch die Hintergründe der Flucht: Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille. Zudem war dem Mann die Fahrerlaubnis bereits gerichtlich entzogen worden. Gegen den Festgenommenen lag darüber hinaus ein offener Haftbefehl vor.
Massive Beleidigungen und rechtliche Konsequenzen
Für eine richterlich angeordnete Blutentnahme wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Während der Fahrt im Streifenwagen beleidigte er die anwesenden Polizeibeamten massiv. Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt erfolgte die Überstellung in den Gewahrsam der Polizeiinspektion Hildburghausen.
Der offene Haftbefehl konnte schließlich durch die Begleichung einer Geldstrafe abgewendet werden. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der 35-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Er sieht sich nun einer Reihe von Strafanzeigen gegenüber.


