Bad Langensalza: Spatenstich zum Anschluss an das Thüringer Fernwassernetz

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Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund setzte gestern gemeinsam mit Vertretern von Kommunen und Verbänden den ersten Spatenstich zum Anschluss von Bad Langensalza an das Thüringer Fernwassernetz.

Das Thüringer Umweltministerium fördert den Anschluss des Verbandswasserwerks Bad Langensalza an das Fernwassernetz mit 4 Millionen Euro. Der Zweckverband steckt insgesamt 8,9 Mio. EUR in Neubau und Modernisierung der Infrastruktur. In 3 Jahren sollen Haushalte und Unternehmen der Region ihr Wasser vollständig aus dem Thüringer Wald beziehen.

„Mit dem neuen Anschluss sorgen wir für eine spürbar bessere Wasserqualität für Bürgerinnen und Bürger in der Region. Dazu kommt die hohe Versorgungssicherheit aus den Talsperren im Thüringer Wald. Die wertvollen Speicher liefern in extremen Trockenperioden wie im Vorjahr zuverlässig das Lebensmittel Nummer eins“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund.

Die Entscheidung für den Wechsel fiel nach umfangreichen Gesprächen mit den BürgerInnen der Region. In 30 von 40 Gemeinden gab es Infoveranstaltungen. Mit Blick auf das Einsparen von Wasserenthärtern und anderer Chemikalien sowie eine Entlastung der Umwelt sprach sich die Mehrheit für das Fernwasser aus.

Hintergrund

Im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition ist eine Modernisierung der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) vereinbart. Das Kabinett hat im Oktober 2018 das überarbeitete TFW-Gesetz auf den Weg gebracht. Voraussichtlich Ende März 2019 wird der Entwurf zur zweiten Lesung im Parlament behandelt. Seit über 10 Jahren ist die TFW für Bau und Betrieb von Talsperren, die Wasserbereitstellung sowie Energieerzeugung tätig. Insgesamt 65 Stauanlagen dienen neben der Trinkwasserversorgung dem Hochwasserschutz oder der Brauchwasserbereitstellung.

45 Prozent des Trinkwasserbedarfs werden aus Thüringer Talsperren Leibis/Lichte, Ohra, Schönbrunn, Scheibe-Alsbach und Neustadt gedeckt. Nachdem das Rohwasser die zwei eigenen Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Luisenthal und Zeigerheim verlassen hat, gelangt es über ein bislang rund 551 km langes Rohrleitungsnetz zu den örtlichen Wasserversorgern.

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