Sömmerda: sexuelle Belästigung in der Regionalbahn

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Am Sonntagabend suchte eine 25-jährige Frau nach einer Fahrt mit der Regionalbahn von Sömmerda nach Erfurt Hilfe bei der Bundespolizei, da sie im Zug sexuell belästigt worden war. Die Frau gab auf der Dienststelle an, von einem ihr unbekannten Mann durch unsittliches Anfassen bedrängt worden zu sein. Sie berichtete zudem, dass der Verdächtige auch andere Frauen belästigt habe. Weiterhin beobachtete sie, wie der Mann während der Fahrt eine weiße, unbekannte Substanz konsumierte.

Der Zufall führte die Ermittler schnell zum Erfolg: Der bis dahin unbekannte Tatverdächtige befand sich zur selben Zeit bereits auf der Dienststelle der Bundespolizei. Er war wegen eines Diebstahls in einem Geschäft des Erfurter Hauptbahnhofes festgenommen worden. Die Geschädigte konnte den 23-jährigen Ägypter zweifelsfrei als Täter aus der Regionalbahn identifizieren.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Beschuldigten entdeckten die Bundespolizisten weitere Straftaten: Sie stellten knapp 4 Gramm Speed sowie etwas mehr als 31 Gramm Marihuana sicher.

Den 23-jährigen Mann erwarten nun mehrere Strafanzeigen. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Diebstahls eingeleitet.

Die Bundespolizei bittet dringend um Mithilfe: Opfer und Zeugen, die am 14. Dezember 2025 zwischen 20:30 und 20:55 Uhr auf der Zugstrecke von Sömmerda nach Erfurt ebenfalls durch den Mann bedrängt wurden oder das Tatgeschehen beobachtet haben, sollen sich umgehend bei der Bundespolizei melden.

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