Mitgliederrekord bei der DLRG: Auch in Thüringen wächst die Begeisterung für die Wasserrettung

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eilt von Rekord zu Rekord. Zum Stichtag am 31. Dezember 2025 verzeichnete der Verband bundesweit stolze 642.082 Mitglieder – ein Plus von über 14.900 Menschen im Vergleich zum Vorjahr. Während Ballungszentren wie Hamburg die Liste anführen, zeigt sich auch im Freistaat Thüringen ein deutlicher Aufwärtstrend, der Hoffnung für die Sicherheit an heimischen Talsperren und in Freibädern macht.

Thüringen im Aufwind: Wachstum über dem Bundesschnitt

Im Landesverband Thüringen konnte die DLRG ihre Basis weiter festigen. Mit nunmehr 3.521 Mitgliedern verzeichnete der Freistaat ein Plus von 2,62 %. Damit liegt Thüringen sogar leicht über dem bundesweiten Durchschnittswachstum von 2,34 %.

Besonders erfreulich ist dabei die Altersstruktur: Fast die Hälfte aller Mitglieder bundesweit ist 18 Jahre oder jünger. In Thüringen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Nachfrage von Eltern, die ihre Kinder zum Schwimmunterricht anmelden wollen, ist ungebrochen hoch. Erstmals wurde deutschlandweit die Marke von 200.000 Kindern unter 12 Jahren überschritten.

Das „Damoklesschwert“ über der Ausbildung: Die Bädersituation

Doch der Erfolg bringt auch in Thüringen Herausforderungen mit sich. DLRG-Präsidentin Ute Vogt spricht von einer „maroden Bäderlandschaft“, die wie ein Damoklesschwert über der Ausbildung schwebe. Was bundesweit gilt, trifft den Freistaat oft besonders hart:

  • Begrenzte Wasserzeiten: Viele Ortsgruppen in Thüringen könnten deutlich mehr Kinder ausbilden, finden jedoch in den lokalen Schwimmhallen keine freien Bahnen mehr.
  • Sanierungsstau: Viele Thüringer Bäder sind in die Jahre gekommen. Schließungen oder Teilsanierungen führen oft dazu, dass die Schwimmausbildung über Monate hinweg zum Erliegen kommt.

Investitionen sind hier der entscheidende Faktor. Die DLRG begrüßt daher die Initiative „Deutschland lernt Schwimmen“, die bis 2029 mit 20 Millionen Euro gefördert werden soll. Zudem stellt der Bund in diesem Jahr 250 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten und Bädern bereit – Mittel, auf die auch viele Kommunen in Thüringen hoffen.

Mehr als nur Schwimmenlernen: Zuwachs bei den Aktiven

Interessant ist der Blick auf die älteren Generationen. Den prozentual stärksten Zuwachs gab es bei den über 60-Jährigen (+4,1 %) und den 30- bis 49-Jährigen. Für Thüringen ist das ein wichtiges Signal, da genau diese Altersgruppen den Kern der ehrenamtlichen Ausbilder und Wachgänger an den Thüringer Gewässern – wie etwa der Bleilochtalsperre oder dem Hohenwarte-Stausee – bilden.

Die Zahlen im Vergleich (Auszug Landesverbände)

LandesverbandMitgliederZuwachs
Thüringen3.521+2,62 %
Sachsen4.773+3,38 %
Sachsen-Anhalt4.741+1,17 %
Berlin13.806+4,46 %
Gesamt Bund642.082+2,34 %

„Die DLRG bleibt ein Verband, der Zukunft gestaltet“, betont Ute Vogt optimistisch. Trotz der schwierigen Bädersituation blickt der Landesverband Thüringen positiv auf die kommende Freibadsaison. Der Zuwachs an Mitgliedern sorgt dafür, dass auch in diesem Jahr genügend Rettungsschwimmer bereitstehen, um für die Sicherheit an Thüringens Wasserstellen zu sorgen.

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