Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist am Dienstagabend zu einem verlassenen Gelände hinter dem Bahnhof in Weimar geeilt. Was zunächst nach einem hochdramatischen Rettungseinsatz klang, entpuppte sich glücklicherweise als ein Unfall mit glimpflichem Ausgang, bei dem vor allem eine erhebliche Menge Alkohol im Spiel war.
Gegen 18:56 Uhr ging bei der Leitstelle der Notruf ein, dass eine Person in einen tiefen Schacht gestürzt sei. Umgehend rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und die Polizei zum vermeintlichen Unglücksort aus.
Gleichgewicht auf der Schachtmauer verloren
Vor Ort stießen die Einsatzkräfte auf ein verlassenes Areal. Dort befand sich eine etwa zwei Meter tiefe, mit Unrat gefüllte Grube, die von einer Steinmauer umgeben ist.
Die Ermittlungen zum Unfallhergang zeigten schnell, wie es zu dem Sturz gekommen war: Ein 64-jähriger Mann hatte sich auf die Begrenzungsmauer gesetzt, um dort zu verweilen. Aufgrund seiner massiven Alkoholisierung verlor er jedoch den Halt, kippte rückwärts in die Tiefe und verkeilte sich unglücklich in dem Schacht.
Atemalkoholtest zeigt über 2,6 Promille
Trotz des tiefen Sturzes hatte der Mann enormes Glück. Er war beim Eintreffen der Retter durchgehend ansprechbar und kam mit dem Schrecken sowie leichten Schürfwunden an den Händen und am Rücken davon. Der weiche Unrat am Boden der Grube dürfte den Aufprall maßgeblich abgefedert haben.
Ein noch vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest erklärte schließlich die mangelnde Standfestigkeit des 64-Jährigen: Das Gerät zeigte einen Wert von stolzen 2,64 Promille. Nach der erfolgreichen Bergung aus der misslichen Lage wurde der Leichtverletzte zur weiteren medizinischen Versorgung und zum Ausnüchtern in ein umliegendes Klinikum transportiert.


