Ein spektakulärer Zwischenfall überschattete am späten Samstagabend das Saalburger Lichterfest. Im Anschluss an das traditionelle Großfeuerwerk kam es auf dem Bleilochstausee bei Saalburg zu einer filmreifen Verfolgungsfahrt auf dem Wasser.
Flucht mit hoher Geschwindigkeit
Gegen 23:00 Uhr beabsichtigte die Wasserschutzpolizei, ein Boot auf dem Stausee einer Routinekontrolle zu unterziehen. Der Bootsführer dachte jedoch gar nicht daran, den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten. Stattdessen gab er unvermittelt Gas und versuchte, sich der Kontrolle mit hoher Geschwindigkeit im Schutz der Dunkelheit zu entziehen.
Selbst als die Einsatzkräfte das unüberhörbare Schallsignal (Martinshorn) ihres Polizeibootes einschalteten, ignorierte der Mann die Stoppsignale hartnäckig und setzte seine riskante Flucht fort.
1,4 Promille: Polizei stoppt den Flüchtigen
Den Beamten der Wasserschutzpolizei gelang es schließlich nach einer kurzen Verfolgung, das flüchtende Boot einzuholen und sicher zu stoppen. Bei der anschließenden Überprüfung des Kapitäns stellte sich schnell der mutmaßliche Grund für seine Flucht heraus: Die Polizisten nahmen deutlichen Atemalkoholgeruch bei dem Mann wahr.
Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht prompt und ergab einen Wert von stolzen 1,40 Promille.
Harte Konsequenzen drohen
Für den alkoholisierten Freizeitkapitän hatte die nächtliche Fahrt auf dem „Thüringer Meer“ sofortige Konsequenzen:
- Blutentnahme: Die Beamten ordneten eine ärztliche Blutentnahme zur exakten Beweissicherung an.
- Strafverfahren: Gegen den Mann wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
- Führerscheinentzug: Neben einer empfindlichen Geldstrafe droht dem Bootsführer nun auch der dauerhafte Entzug seines Bootsführerscheins, da die gesetzlichen Vorgaben bei Trunkenheitsfahrten zu Wasser ähnlich streng gehandhabt werden wie im Straßenverkehr.


