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Sonneberg-Bettelhecken – Störung der Totenruhe und Diebstahl auf Friedhof: Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

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Ein besonders pietätloser Fall von Metalldiebstahl beschäftigt derzeit die Ermittler der Polizeiinspektion Sonneberg. Auf dem Friedhof in Sonneberg-Bettelhecken haben Unbekannte ein Grab geschändet, um eine Kupferrose zu entwenden. Die Polizei bittet nun dringend um Zeugenhinweise und richtet zudem einen direkten Appell an die Täter.

Das Smartphone ist im Alltag oft ein treuer Begleiter, doch für einen älteren Witwer aus Sonneberg brachte der jüngste Besuch auf dem Friedhof in Bettelhecken einen tiefen Schock. Als er das Grab seiner verstorbenen Ehefrau aufsuchen wollte, musste er feststellen, dass dieses von Kriminellen schwer beschädigt und bestohlen worden war. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat im Zeitraum zwischen Samstagnachmittag, dem 05.07., und Mittwochabend, dem 08.07. Bislang unbekannte Täter hatten es auf eine kunstvolle Kupferrose abgesehen, die fest am Grabstein montiert war. Die Diebe gingen dabei mit roher Gewalt vor: Das Erinnerungsstück war mit Schrauben im Stein verankert und wurde mutwillig abgerissen.

Hoher immaterieller Schaden für den trauernden Witwer

Der rein materielle Sachschaden wird von den Beamten auf mehrere hundert Euro geschätzt. Doch der emotionale und immaterielle Schaden wiegt für den Betroffenen weitaus schwerer. Unabhängig vom reinen Buntmetallwert stellt dieser Diebstahl einen massiven und rücksichtslosen Eingriff in die Totenruhe dar. Die Kupferrose war kein austauschbarer Grabschmuck, sondern ein zutiefst persönliches Symbol des Gedenkens an die Verstorbene.

Die Ermittler der Polizeiinspektion Sonneberg haben ein Verfahren wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe sowie des schweren Diebstahls eingeleitet und setzen bei der Aufklärung des Falls auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeugen und Altmetallhändler gesucht

Die Polizei stellt im Zuge der Ermittlungen folgende Fragen an die Öffentlichkeit:

  • Wer hat im besagten Zeitraum (5. bis 8. Juli) verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld oder direkt auf dem Friedhof in Sonneberg-Bettelhecken beobachtet?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der markanten Kupferrose machen?
  • Wurde eine solche Rose in den vergangenen Tagen Privatpersonen oder Betrieben (z. B. Schrotthändlern oder Altmetallankäufen) zum Kauf angeboten?

Eindringlicher Appell an die Täter

In einer ungewöhnlichen, aber deutlichen Geste wendet sich die Polizei auch direkt an die noch unbekannten Diebe. Unabhängig von den strafrechtlichen Konsequenzen, die den Tätern drohen, ergeht der dringende Aufruf, die entwendete Kupferrose unverzüglich zurückzugeben. Sie soll entweder wieder am rechtmäßigen Grab hinterlegt oder auf einem anderen Weg anonym zurückgebracht werden. Dadurch könne dem geschädigten Witwer in seiner tiefen Trauer zumindest ein Teil des entstandenen seelischen Schmerzes genommen werden.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Sonneberg unter der Telefonnummer 0361 57 43-76025 und unter Angabe des polizeilichen Aktenzeichens 01-71-265 entgegen.

Nächtlicher Angriff in Gera: Unbekannte attackieren Männer mit Pfefferspray und Messer

In der Nacht zu Montag (13.07.2026) ist es in der Zeulsdorfer Straße in Gera zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und sucht nach Zeugen des Vorfalls.

Eskalation in der Zeulsdorfer Straße

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielten sich zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren im Bereich der Zeulsdorfer Straße auf, als plötzlich drei bislang unbekannte Täter auftauchten und die beiden unvermittelt angriffen.

Einer der Angreifer sprühte den beiden Männern Pfefferspray ins Gesicht. Gleichzeitig zückte ein weiterer Täter ein Messer, bedrohte den 22-Jährigen damit und ging ihn körperlich an. Der attackierte 22-Jährige setzte sich jedoch vehement zur Wehr. Nach der Gegenwehr ließen die Angreifer von ihren Opfern ab, bestiegen ein bereitstehendes Fahrzeug und flüchteten in unbekannte Richtung.

Opfer leicht verletzt – Polizei sucht Zeugen

Die beiden 18- und 22-jährigen Männer erlitten durch das Pfefferspray sowie die körperliche Attacke leichte Verletzungen.

Da die Täter unerkannt mit einem Auto entkommen konnten, ist die Polizei Gera dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Gesucht werden Zeugen, die den Vorfall in der Nacht beobachtet haben oder Angaben zu den drei unbekannten Tätern sowie dem genutzten Fluchtfahrzeug machen können.

UPDATE Spektakuläre Verfolgungsjagd nach Buntmetalldiebstahl: Großfahndung mit Hubschrauber um Schmalkalden

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Ein großangelegter Buntmetalldiebstahl hat in den frühen Morgenstunden zu einem dramatischen Polizeieinsatz in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Suhl geführt. Nach einer rasanten Verfolgungsjagd konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden – nach mindestens vier weiteren Mittätern wird derzeit mit Hochdruck gefahndet. Die Polizei warnt die Bevölkerung davor, im Raum Schmalkalden Anhalter mitzunehmen.

UPDATE Der Wert des Diebesgutes, bestehend aus Buntmetall und Werkzeugen, welches in dem Fahrzeug festgestellt wurde, wird auf einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich unter dem korrigierten Aktenzeichen 0174658/2026 bei der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen zu melden.

Nächtlicher Einbruch und Flucht mit zwei Fahrzeugen

Die Kriminellen hatten es auf das Gelände einer Firma in Fambach abgesehen. Dort entwendeten mehrere unbekannte Täter große Mengen verschiedener Buntmetalle. Im Anschluss flüchteten sie mit mindestens zwei Fahrzeugen – einem schwarzen BMW und einem weißen Kastenwagen – in Richtung Schmalkalden.

Dort traf eine Streifenwagenbesatzung auf die beiden Fluchtfahrzeuge und nahm sofort die Verfolgung auf. Die Fahrer ignorierten sämtliche Anhaltesignale, beschleunigten stark und versuchten, den Streifenwagen mit hoher Geschwindigkeit zu entkommen.

Kastenwagen gestoppt – Erste Festnahme nach Flucht zu Fuß

Während der Verfolgung stoppte der weiße Kastenwagen schließlich abrupt. Die beiden Insassen sprangen aus dem Fahrzeug und versuchten, zu Fuß in der Dunkelheit zu entkommen. Den nacheilenden Beamten gelang es jedoch, einen der beiden Männer einzuholen, zu überwältigen und vorläufig festzunehmen. Dem zweiten Insassen glückte zunächst die Flucht.

Zweite Verfolgungsjagd endet in Näherstille

Der schwarze BMW setzte seine Flucht unterdessen unbeeindruckt fort. Er wendete, passierte die Kontrollstelle der Beamten erneut mit gefährlich hoher Geschwindigkeit und raste in Richtung Suhl davon.

Weit kam das Fluchtfahrzeug jedoch nicht: Eine weitere alarmierte Streife konnte den BMW in der Ortschaft Näherstille (Schmalkalden) erfolgreich stoppen. Doch auch hier gaben die Insassen nicht kampflos auf. Sie sprangen aus dem Wagen und flüchteten zu Fuß in Richtung des nahegelegenen Industriegebietes an der Asbacher Straße.

Großfahndung läuft: Hubschrauber im Einsatz – Warnung vor Anhaltern

Die Landespolizei zog umgehend eine Vielzahl von Einsatzkräften im Bereich Schmalkalden zusammen. Zur Unterstützung der Suche aus der Luft wurde auch ein Polizeihubschrauber angefordert, der die betroffenen Gebiete mit Wärmebildkameras absuchte. Bislang verlief die Fahndung nach den vermutlich vier weiteren flüchtigen Tätern jedoch ohne Erfolg.

Wichtiger Hinweis der Polizei: Aufgrund der aktuell laufenden Fahndungsmaßnahmen im Raum Schmalkalden wird die Bevölkerung dringend darum gebeten, in diesem Bereich keine Anhalter im Auto mitzunehmen!

Zeugenaufruf der Kriminalpolizei

Die Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

  • Wer hat in den frühen Morgenstunden verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Firma in Fambach beobachtet?
  • Wer kann Angaben zur Flucht des schwarzen BMW oder des weißen Kastenwagens machen?
  • Wer hat im Bereich Näherstille oder im Industriegebiet Asbacher Straße verdächtige Personen bemerkt, die als Fußgänger flüchtig sind?

Hinweise zu der Tat, den Tätern oder einer möglichen Fluchtrichtung werden von der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen unter Angabe des Aktenzeichens 0174188/2026 entgegengenommen.

Polizeieinsatz auf Campingplatz in Pahna: Präzisionsschleuder bei 59-Jährigem sichergestellt

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Ein verbotener Gegenstand hat am späten Sonntagabend (12.07.2026) zu einem Polizeieinsatz und einem Ermittlungsverfahren auf einem Zeltplatz in Pahna (Landkreis Altenburger Land) geführt. Polizeibeamte waren vor Ort, um ein zuvor gegen einen 59-jährigen Mann ausgesprochenes Hausverbot durchzusetzen. Im Zuge dieser Maßnahme nahmen die Einsatzkräfte auch das Fahrrad des Betroffenen genauer unter die Lupe – und machten dabei eine brisante Entdeckung.

Hochgerüstete Präzisionsschleuder am Fahrrad montiert

Am Fahrrad des Mannes war eine hochgerüstete Präzisionsschleuder angebracht. Die Waffe war mit einer in Deutschland verbotenen Armstütze, einer Taschenlampe sowie einem Rotpunktvisier ausgestattet. Zudem führten die Beamten bei der Durchsuchung eine größere Menge passender Stahlkugeln als Munition auf.

Hintergrund: Schleudern mit Armstützen oder Vorrichtungen zur Montage einer solchen Stütze gelten nach dem deutschen Waffengesetz als verbotene Präzisionsschleudern, da sie durch die Stabilisierung am Unterarm eine erhebliche Durchschlagskraft und Zielgenauigkeit erreichen.

Gegenstände beschlagnahmt, Ermittlungsverfahren läuft

Die Beamten stellten die Schleuder, die Anbauteile sowie die Stahlkugeln noch vor Ort sicher und beschlagnahmten sie als Beweismittel. Für den 59-Jährigen hat der Fund nun strafrechtliche Konsequenzen: Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Zudem musste er den Campingplatz im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen endgültig verlassen.

Wilde Fahrt durch Greiz: 27-Jähriger rammt Zaun und Hauswand

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Eine rasante Fahrt hat in der Nacht von Freitag auf Samstag (10. auf 11. Juli 2026) zu erheblichem Sachschaden im Stadtgebiet von Greiz geführt. Die Beamten der Polizeiinspektion Greiz wurden in der August-Bebel-Straße auf ein verunfalltes Fahrzeug aufmerksam, was Ermittlungen zu einer regelrechten Spur der Verwüstung nach sich zog.

Totalschaden am Zaun und Kollision mit Hauswand

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war ein 27-jähriger Fahrer mit seinem Audi zunächst auf der Irchwitzer Straße unterwegs. Aufgrund einer deutlich überhöhten und rasanten Fahrweise verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in einen Zaun. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls komplett zerstört.

Anstatt anzuhalten, setzte der Unfallverursacher seine Fahrt pflichtwidrig fort. Eine aufmerksame Zeugin beobachtete die anschließende, wilde Fahrt durch das Stadtgebiet und wies die Polizei später auf den Ablauf hin. Die Flucht endete schließlich abrupt in der August-Bebel-Straße, wo der Audi frontal gegen eine Hauswand prallte und fahrunfähig zum Stehen kam.

Führerschein noch vor Ort beschlagnahmt

Glücklicherweise wurden bei den Kollisionen keine Personen verletzt, sodass es bei reinen Sachschäden blieb. Die genauen Hintergründe für das riskante Fahrverhalten sind derzeit noch völlig unklar. Ein vor Ort durchgeführter Test ergab, dass der 27-Jährige zum Unfallzeitpunkt weder unter dem Einfluss von Alkohol noch unter Drogen stand.

Das nächtliche Manöver hat dennoch drastische Konsequenzen für den Fahrer: Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein noch vor Ort und leitete mehrere Straf- und Ermittlungsverfahren gegen ihn ein.

Großeinsatz bei Zickra: Zahlreiche Feuerwehren bekämpfen Feldbrand

Zu einem zeitintensiven Großbrand kam es am Samstagnachmittag, dem 11. Juli 2026, in der Nähe der Ortschaft Zickra. Die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda wurde um 16:14 Uhr zu ihrem inzwischen 131. Einsatz des laufenden Jahres gerufen. Das Alarmstichwort lautete: Feldbrand.

Massive Kräftekoordination bei der Brandbekämpfung

Aufgrund der Lage und der schnellen Ausbreitung des Feuers war ein Großaufgebot an Einsatzkräften notwendig. Die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda rückte mit einem Kommandowagen (Kdow), zwei Tanklöschfahrzeugen (TLF 24/48 und TLF 16/24) sowie einem Gerätewagen Logistik (GW-L) aus, um die Wasserversorgung an der Brandstelle zu sichern.

Unterstützt wurden die lokalen Einsatzkräfte von einer Vielzahl benachbarter Wehren und Spezialeinheiten aus der Region:

  • Führungs- und Spezialeinheiten: Führungsunterstützungsgruppe Zeulenroda-Triebes, Drohneneinheit Hohenleuben (zur Lageerkundung aus der Luft).
  • Weitere Feuerwehren: FW Auma, FW Braunsdorf, FW Greiz, FW Gütterlitz, FW Muntscha/Krölpa, FW Pausa, FW Staitz, FW Wiebelsdorf und FW Wildetaube.
  • Polizei

Mehrstündiger Einsatz unter Hochdruck

Durch das koordinierte und schnelle Eingreifen der zahlreichen Feuerwehren konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Nach insgesamt 3 Stunden und 16 Minuten war der Einsatz für die Kräfte der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda beendet. Zur Brandursache und der genauen Größe der betroffenen Fläche ermittelt nun die Polizei.

Ungewöhnlicher Polizeieinsatz in Erfurt: Frau kuschelt mit gestohlenem Kennzeichen

Am Samstagabend sorgte ein bizarres Ereignis in der Konrad-Zuse-Straße für Aufsehen und einen Polizeieinsatz der besonderen Art. Eine 45-jährige, polizeibekannte Frau trat dort gegen 18:30 Uhr aus bislang ungeklärten Gründen in mehrfacher Weise negativ in Erscheinung.

Vandalismus und Diebstahl

Die Tatverdächtige sprang wiederholt auf einen geparkten Pkw, der einem 64-jährigen Mann gehört. Durch die impulsive Aktion entstanden deutliche Dellen an der Motorhaube sowie am Dach des Fahrzeugs. Doch damit nicht genug: Im Anschluss riss die Frau die hintere Kennzeichenhalterung samt amtlichem Schild ab und verschwand damit in ihrer nahegelegenen Wohnung. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt.

Skurrile Begründung bei der Festnahme

Da die Identität der 45-Jährigen den Beamten bereits bekannt war, konnten sie die Frau wenig später an ihrer Wohnanschrift aufsuchen. Bei der Konfrontation mit den Tatvorwürfen zeigte sich die Beschuldigte kooperativ und händigte das entwendete Kennzeichen freiwillig aus. Die Erklärung für ihren Diebstahl war jedoch so außergewöhnlich wie der Vorfall selbst: Sie habe das Kennzeichen mit ins Bett genommen, um damit zu „kuscheln“.

Ermittlungen dauern an

Die eingesetzten Polizeibeamten gewannen vor Ort den Eindruck, dass die Frau unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ob dieser Umstand ursächlich für das bizarre Verhalten war, ist nun Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen.

Gegen die 45-Jährige wurden Strafverfahren wegen Sachbeschädigung sowie wegen Diebstahls eingeleitet. Sie muss sich nun für ihr Handeln verantworten.

Eskalation an Tankstelle: betrunkener Autofahrer nötigt und schlägt Motorradfahrer nach Überholmanöver

Ein banales Überholmanöver auf der Bundesstraße 4 mündete am Freitagabend in einer handfesten körperlichen Auseinandersetzung und mehreren Strafanzeigen.

Gegen 19:30 Uhr wurde der Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei eine aggressive Streitigkeit an einer Tankstelle in der Nordhäuser Parkallee gemeldet. Da die Kontrahenten bereits körperlich aneinandergeraten waren, eilten Beamte des Inspektionsdienstes Nordhausen zum Einsatzort.

Bei der anschließenden Klärung des Sachverhaltes kam die Vorgeschichte des Streits ans Licht: Ein 55-jähriger Motorradfahrer hatte zuvor auf der B 4 in der Ortslage Ilfeld einen 38-jährigen Autofahrer überholt. Diesen Vorgang wollte der Pkw-Fahrer offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Auf der Weiterfahrt in Richtung Nordhausen überholte er das Kraftrad seinerseits, schnitt dem Mann den Weg ab und nötigte ihn schließlich an der besagten Tankstelle zum Anhalten. Bei der anschließenden, hitzigen „Auswertung“ des Manövers verlor der 38-Jährige völlig die Fassung und schlug dem Kradfahrer mit der Faust ins Gesicht. Die Polizei fertigte umgehend Strafanzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr sowie Körperverletzung an.

Damit war der Einsatz für den rabiaten Autofahrer jedoch noch nicht beendet. Während der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten Alkoholgeruch in seiner Atemluft. Zudem ergaben sich konkrete Verdachtsmomente, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt und brachten ihn für eine beweiserhebliche Blutprobe in das Südharzklinikum Nordhausen. Neben den Strafverfahren wegen der Tätlichkeiten muss sich der 38-Jährige nun in einem separaten Verfahren wegen des Fahrens unter Alkohol- und Droogeneinfluss verantworten.

Schwerer Unfall im Ilm-Kreis: Betrunkener Porsche-Fahrer prallt gegen Baum

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Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am späten Freitagabend auf der Kreisstraße 27 im Ilm-Kreis, bei dem zwei junge Männer schwer verletzt wurden. Ein 24-jähriger Autofahrer war stark alkoholisiert mit seinem Porsche abseits der Fahrbahn verunglückt.

Der junge Mann war nach vorliegenden Berichten der Polizei auf der K 27 von Görbitzhausen in Richtung Hausen unterwegs. In einer Rechtskurve verlor er die Kontrolle über seinen Sportwagen und kam nach links von der Straße ab. Der Porsche prallte in der Folge frontal gegen einen Baum und rutschte anschließend in den gegenüberliegenden Straßengraben.

Trotz der Schwere des Aufpralls gelang es dem 24-jährigen Fahrer und seinem 19-jährigen Beifahrer, sich selbstständig aus dem stark beschädigten Wrack zu befreien. Beide erlitten jedoch schwere Verletzungen und mussten nach einer Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten schnell die mutmaßliche Ursache für den Kontrollverlust fest: Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem 24-Jährigen ergab einen Wert von 1,64 Promille. Aufgrund des erheblichen Alkoholeinflusses ordneten die Beamten eine Blutentnahme an. Gegen den Fahrer wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.

Am Fahrzeug und der Umgebung entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.

Alternsrekord, Teilzeitboom und Quereinsteiger: Die prekäre Lage an Schulen in Deutschland und Thüringen

Vor Beginn eines jeden neuen Schuljahres wiederholt sich in Deutschland dieselbe Debatte: Der Lehrkräftemangel spitzt sich weiter zu. Doch der Mangel ist nicht nur ein strukturelles Problem der Gegenwart, sondern eng verknüpft mit der Altersstruktur, einer historisch hohen Teilzeitquote und dem massiven Rückgriff auf Personal ohne klassische Lehramtsausbildung. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeichnen ein deutliches Bild der demografischen und personellen Krise im deutschen Schulsystem.

Die Demografie-Falle: Mehr als jede dritte Lehrkraft ist über 50

Die Altersstruktur des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen offenbart ein erhebliches Nachwuchsproblem. Mehr als jede dritte Lehrkraft (35,4 Prozent) war im Schuljahr 2024/2025 bereits 50 Jahre oder älter. Im Detail teilt sich diese Gruppe wie folgt auf:

  • 50 bis 59 Jahre: 25,4 Prozent des gesamten Lehrpersonals.
  • 60 Jahre und älter: 10,0 Prozent.

Im krassen Gegensatz dazu steht die jüngere Generation: Die unter 35-Jährigen machten im selben Zeitraum gerade einmal gut ein Fünftel (20,3 Prozent) des Lehrpersonals aus. Dies deutet auf eine massive Pensionierungswelle in den kommenden Jahren hin.

Bundesländer im Vergleich: Ost-West-Gefälle bei der Überalterung

Zwischen den einzelnen Bundesländern zeigen sich erhebliche Unterschiede in der Altersstruktur. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern ist das Personal stark überaltert:

  • Sachsen-Anhalt: Gut die Hälfte (50,7 Prozent) aller Lehrkräfte hat das 50. Lebensjahr bereits überschritten.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Hier sind es 46,8 Prozent.
  • Am niedrigsten fiel der Anteil der über 50-Jährigen im Saarland (28,6 Prozent) und in Bremen (30,0 Prozent) aus.

Teilzeitquote auf neuem Höchststand – Angetrieben durch Lehrerinnen

Im Schuljahr 2024/2025 waren in Deutschland insgesamt 752.100 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tätig. Davon arbeiteten 43,9 Prozent in Teilzeit – ein neuer Höchststand im Vergleich zum Vorjahr (43,1 Prozent).

Damit liegt die Teilzeitquote im Schulsystem weit über dem Durchschnitt der restlichen Wirtschaft: Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiteten 2024 lediglich 31,3 Prozent der abhängig Beschäftigten in reduzierter Arbeitszeit.

Der Gender-Faktor und regionale Disparitäten

Der Lehrberuf ist weiterhin stark weiblich geprägt: Frauen machten im Schuljahr 2024/2025 fast drei Viertel (73,2 Prozent) du Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft lag der Frauenanteil unter den abhängig Beschäftigten bei 48,2 Prozent.

Besonders Frauen reduzieren im Lehrberuf häufig ihre Arbeitszeit. Die Teilzeitquote bei Lehrerinnen war mit 51,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die ihrer männlichen Kollegen (23,3 Prozent).

Auch regional driften die Arbeitszeitmodelle stark auseinander:

  • In Hamburg (55,4 Prozent) und Bremen (51,9 Prozent) arbeitet mehr als die Hälfte des Lehrpersonals in Teilzeit.
  • In Thüringen (23,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (23,8 Prozent) arbeitet dagegen nur knapp jede vierte Lehrkraft in Teilzeit.

Der Notnagel: Drastischer Anstieg von Quer- und Seiteneinsteigern

Um die Lücken in den Stundenplänen überhaupt noch schließen zu können, greifen die Bundesländer verstärkt auf Personal ohne reguläre Lehramtsprüfung zurück. Im Schuljahr 2024/2025 traf dies deutschlandweit bereits auf 11,2 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen zu. Konkret besitzen 84.100 der 752.100 Lehrkräfte keine klassische Lehramtsprüfung.

Ein Blick auf den Zehnjahresvergleich verdeutlicht die Dynamik dieser Entwicklung: Im Schuljahr 2014/2015 lag der Anteil der Quer- und Seiteneinsteiger mit 4,3 Prozent (28.500 von 664.200 Lehrkräften) noch deutlich niedriger.

An beruflichen Schulen ist das Phänomen indes nicht neu: Dort lag der Anteil von Lehrkräften ohne anerkannte Lehramtsprüfung im Schuljahr 2024/2025 bei hohen 16,7 Prozent (20.800 von 124.100 Lehrkräften) und hat sich im Vergleich zu 2014/2015 (16,6 Prozent) kaum verändert.

Methodische Hintergrundhinweise:

  • Die statistischen Daten berücksichtigen ausschließlich vollzeit- und teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte; stundenweise Beschäftigte wurden nicht erfasst.
  • Die gesamtgesellschaftlichen Vergleichswerte zur Teilzeit und zum Frauenanteil basieren auf den Endergebnissen des Mikrozensus 2024.
  • In der amtlichen Schulstatistik wird nicht separat zwischen Seiteneinsteigern (Personen ohne Lehramtsstudium und ohne Referendariat) und Quereinsteigern (Personen ohne Lehramtsstudium, aber mit Pflicht zum Referendariat) unterschieden; beide Gruppen werden zusammen als Lehrkräfte ohne anerkannte Lehramtsprüfung ausgewiesen.