Der leichtsinnige Umgang mit Brandbeschleunigern hat am Sonntagabend im ostthüringischen Schlöben zu einem schweren Unfall geführt. Ein gemütliches Beisammensein von vier Jugendlichen endete für ein 14-jähriges Mädchen mit Verbrennungen im Krankenhaus. Gegen eine gleichaltrige Freundin wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Spiritus sorgt für gefährliche Verpuffung
Die vier jugendlichen Mädchen hatten sich am Abend an einer Feuerschale getroffen, um das Wochenende gemeinsam ausklingen zu lassen. Nach Angaben der Polizei war das Feuer einer 14-Jährigen jedoch nicht groß genug. In erheblichem Leichtsinn griff das Mädchen zu einer Flasche Brennspiritus und goss die hochentzündliche Flüssigkeit direkt in die brennende Feuerschale.
Die Folge war eine schlagartige Verpuffung: Es bildete sich sofort eine massive Stichflamme, die auf ein danebenstehendes, ebenfalls 14-jähriges Mädchen überschlug. Die Jugendliche erlitt dabei schwere Brandverletzungen an Arm und Bein. Sie musste nach der Erstversorgung vor Ort umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert und dort stationär behandelt werden.
Ermittlungsverfahren eingeleitet und dringende Warnung der Feuerwehr
Für die Verursacherin hat der Vorfall nun auch juristische Konsequenzen. Die Polizei hat gegen die 14-Jährige ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Unfall-Fakten
Details
Ort
Schlöben (Gemeinde im Saale-Holzland-Kreis)
Beteiligte
Vier jugendliche Mädchen im Alter von 14 Jahren
Ursache
Nachgießen von flüssigem Brennspiritus in offenes Feuer
Folgen
Schwere Verbrennungen bei einer Person, Ermittlungsverfahren gegen die Verursacherin
Aus gegebenem Anlass warnt die Feuerwehr jedes Jahr aufs Neue eindringlich vor dem Einsatz von flüssigen Brandbeschleunigern wie Spiritus oder Benzin an Grillstellen und Feuerschalen. Durch die unsichtbare Gasbildung über dem Feuer kommt es beim Nachgießen fast ausnahmslos zu meterlangen Stichflammen und Rückzündungen, die direkt in die Flasche in der Hand des Benutzers schlagen können. Für ein sicheres Entfachen sollten ausschließlich feste Grillanzünder verwendet werden.
Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 71 hat am Dienstagmorgen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Wie die Autobahnpolizei mitteilte, ist die Richtungsfahrbahn Schweinfurt zwischen den Anschlussstellen Stadtilm und Ilmenau-Ost derzeit komplett für den Verkehr gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren an dem Unfall ein Transporter mit Anhänger sowie ein Pkw der Marke Skoda beteiligt. Durch die Wucht des Aufpralls kippte das Transporter-Gespann um. Das Fahrzeug liegt seither quer auf der Fahrbahn und blockiert alle Fahrstreifen in Richtung Süden.
Trotz des schweren Schadensbildes gab es nach aktuellem Erkenntnisstand der Rettungskräfte glücklicherweise keine Schwerverletzten: Eine Person kam mit leichten Verletzungen davon und wird medizinisch versorgt. Die genaue Unfallursache und der exakte Hergang sind derzeit noch völlig unklar und Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.
Stundenlange Sperrung: Polizei rät zu weiträumiger Umfahrung
Da die Bergung des umgekippten Transporters und die Reinigung der Fahrbahn sehr aufwendig sind, wird die Vollsperrung laut Polizei voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.
Unfallstelle & Behinderungen
Details für Autofahrer
Betroffene Strecke
A71 Erfurt Richtung Schweinfurt
Abschnitt
Zwischen Stadtilm und Ilmenau-Ost
Aktueller Status
Vollsperrung (Dauer: noch mehrere Stunden)
Verkehrsführung
Ableitung des Verkehrs an der AS Stadtilm
Verkehrslage
Massiver Stau auf der A71 sowie erhebliche Überlastung der Umleitungsstrecken
Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren, um die bereits überlasteten Ausweichrouten zu entlasten. Ortskundige Fahrer sollten den Abschnitt frühzeitig meiden.
Die Frühphase der deutschen Luftfahrtgeschichte ist eng mit regionalen Konstrukteuren und Piloten verbunden, die unter hohem finanziellem und persönlichem Risiko Pionierarbeit leisteten. Zu diesen Akteuren gehörten der Motorenbauer Karl Kammerer und sein Sohn, der spätere Chefpilot Ludwig Kammerer. Durch ihre Konstruktionen und Flugvorführungen prägten sie zwischen 1909 und 1917 maßgeblich die frühe Luftfahrt in Thüringen und Brandenburg.
Vom Maschinenbau zur Flugzeugkonstruktion
Der ursprünglich aus der Nähe von Wunsiedel im Fichtelgebirge stammende Karl Kammerer war als Spezialist für Dampfmaschinenbau tätig, bevor er 1891 in Zeulenroda seine Werkmeisterprüfung ablegte. Um das Jahr 1900 wagte er in einem eigenen Betrieb den Einstieg in die Fertigung von Explosionsmotoren. Nach geschäftlichen Rückschlägen und der Liquidation einer 1909 in Weida gegründeten Maschinenfabrik richtete Kammerer eine kleinere Werkstatt in der dortigen Turnstraße ein. Fasziniert von den technologischen Fortschritten der Jahrhundertwende, verlagerte er seinen Arbeitsschwerpunkt zunehmend auf die Entwicklung von Flugmotoren.
Ab 1909 widmete sich Karl Kammerer gemeinsam mit seinem Sohn Ludwig (geboren am 20. Juli 1886 in Chemnitz) dem Bau eines eigenen Flugapparates. Die Entwicklungskosten von über 6.000 Reichsmark mussten vollständig aus Eigenmitteln aufgebracht werden. Als Behelfs-Werft diente ein einfacher Schuppen auf dem Weidaer Turnplatz, den der örtliche Zimmermeister Pufe errichtete.
Bis zum Jahr 1911 stellten die Kammerers einen großen, rohseidenbespannten Doppeldecker fertig. Das Flugzeug wies eine Länge von 14 Metern sowie eine Breite von 12 Metern auf. Die tragende Konstruktion bestand aus Mannesmann-Stahlrohren; der Vortrieb wurde über einen selbstgebauten Propeller aus amerikanischem Nussbaumholz realisiert, der über eine Kettenübertragung von einem Vierzylindermotor mit einer Drehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute angetrieben wurde. Das System verfügte zudem über zwei Schubschrauben.
Die Flugversuche in Thüringen (1909–1912)
Im Herbst 1911 begannen die praktischen Flugerprobungen. Da Ludwig Kammerer zu diesem Zeitpunkt noch über keine formelle fliegerische Ausbildung verfügte, gestalteten sich die ersten Versuche auf dem Exerzierplatz in Gera-Zschippern als riskant. Nach einem anfänglichen Unfall und der anschließenden Reparatur gelang den Konstrukteuren der erste dokumentierte und erfolgreiche Freiflug im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, welcher mit einer glatten Landung auf dem Wiesengelände vor der Liebsburg endete.
Es folgten öffentliche Schauflüge über Weida, bei denen zehnminütige Rundflüge um den örtlichen Schaf-Turm absolviert wurden. Als temporärer Flugplatz diente eine Wiese hinter dem städtischen Friedhof. Um das Projekt weiter zu finanzieren, veranstaltete die Familie ab 1912 kommerzielle Flugvorführungen in verschiedenen thüringischen Ortschaften, die jedoch von technischen und organisatorischen Rückschlägen geprägt waren:
Triptis: Ein Sabotage- oder Fahrlässigkeitsvorfall durch einen Nachtwächter führte zum Bruch der Tragflächenspanten, woraufhin die angekündigte Flugschau abgesagt werden musste.
Rudolstadt: Nach einem morgendlichen Absturz während eines Probeflugs verlor Pilot Ludwig Kammerer temporär den Mut. Um Ausschreitungen des Publikums wegen der geforderten Eintrittsgelder zu verhindern, übernahm der Vater Karl Kammerer trotz familiärer Bedenken selbst das Steuer und führte den Flug erfolgreich durch.
In der Folgezeit führten zunehmende finanzielle Engpässe sowie insgesamt drei Abstürze von Ludwig Kammerer zur vorläufigen Einstellung der Schauflüge. Das Angebot eines konkurrierenden Fabrikanten, das Flugzeug gegen Abtretung aller Rechte zu reparieren, lehnte Karl Kammerer ab.
Ludwig Kammerers Karriere als Berufspilot und Ausbilder
Um seine fliegerische Laufbahn auf eine professionelle Basis zu stellen, absolvierte Ludwig Kammerer eine fundierte Ausbildung an der renommierten Flugschule der „Wright GmbH“ in Berlin-Johannisthal. Am 16. Dezember 1911 erhielt er vom Deutschen Flieger-Bund (DLV) die Flugzeugführererlaubnis unter der Lizenznummer 144 für diese Modelle in Weimar (auf dem heutigen Flugplatz Nohra).
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg avancierte Ludwig Kammerer zu einem bekannten Akteur der deutschen Luftfahrtszene:
1913: Teilnahme an der Herbstflugwoche in Berlin-Johannisthal, dem damaligen Zentrum der deutschen Aviatik. Gemeinsam mit dem Piloten Wrobel siegte er im Rennen der leichten Doppeldecker; zudem wurden im Rahmen der Veranstaltung neue Höhen-Weltrekorde aufgestellt.
1914: Gefördert durch die „Nationalflugspende“ war Kammerer als Fluglehrer tätig und arbeitete unter anderem mit Melli Beese, der ersten Frau in Deutschland mit Pilotenlizenz, zusammen. Er spezialisierte sich auf den Flug und die Ausbildung auf Albatros-Maschinen, die mit einem 100 PS starken Argus-Motor ausgestattet waren.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 wurde Ludwig Kammerer als Chefpilot und Fluglehrer sowohl in Johannisthal als auch in Schneidemühl eingesetzt. Ab 1916 wechselte er als Zivilpilot zu den Märkischen Flugzeugwerken in Golm (nahe Potsdam). Das ursprünglich 1913 in Teltow gegründete Unternehmen war 1914 nach Golm verlegt worden und produzierte unter dem Konstrukteur Hillmann militärische Jagdeinsitzer (darunter die Typen DI mit 185 PS, DII und Ru CI) in Lizenzbauweise.
Das Ende der Ära Kammerer und das Gedenken
Am 19. August 1917 verunglückte Ludwig Kammerer während eines Passagier- und Erprobungsfluges auf dem Bornstedter Feld bei Potsdam tödlich. Sein Doppeldecker überschlug sich unmittelbar nach dem Aufstieg und wurde vollständig zertrümmert. Während der Pilot sofort verstarb, erlitten seine beiden Passagiere schwerste Verletzungen. Ludwig Kammerer hinterließ seine Ehefrau Liesbeth und drei Kinder; er wurde am 24. August 1917 in Berlin-Adlershof beigesetzt.
Auch der zweite Sohn von Karl Kammerer, Ernst Kammerer, kam kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs im Heeresdienst ums Leben. Karl Kammerer selbst kehrte nach dem Verlust seiner Söhne und dem Ende der Flugversuche dauerhaft in seine kleine Reparaturwerkstatt in Weida zurück, wo er bis zu seinem Tod wirkte.
Das Andenken an die flugpionierischen Leistungen der Familie bleibt insbesondere in Weida lebendig. 1924 fand Karl Kammerer Aufnahme auf dem Kriegerdenkmal des Kirchplatzes. Im Jahr 2006 benannte die Stadt Weida zudem eine neu errichtete Turnhalle nach dem Luftfahrtpionier.
HINWEIS Die Bilder sind mit Gemini AI nachbearbeitet und qualitativ verbessert.
QUELLEN
Pfannenschmidt, Fritz: Karl Kammerer, der Flugpionier aus Weida, in: Der Heimatbote, Beiträge aus dem Landkreis Greiz und Umgebung. 24. Jahrgang, Nr. 1/1962, Seite 24-26
S. Seidel: Pilot aus Golm stürzt in Bornstedt ab, in: Ortsteilzeitung Golm, Ausgabe 3, Dezember 2010
Stadtgeschichte Weida, https://www.stadtgeschichte-weida.de/htmlversion/indexa6cf.html?option=com_content&view=article&id=61&Itemid=63 abgerufen am 25.05.2026
Zu einer brutalen Auseinandersetzung kam es am späten Freitagabend, den 22. Mai 2026, im Jenaer Stadtteil Lobeda. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes wurde ein junger Mann von einer dreiköpfigen Gruppe gemeinschaftlich attackiert und verletzt. Die Polizei konnte alle Tatbeteiligten stellen, wobei einer der Angreifer erheblichen Widerstand leistete.
Tathergang und Verletzungen
Gegen 22:00 Uhr alarmierte man die Polizei zum Salvador-Allende-Platz. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler gerieten dort zwei Männer und eine 29-jährige, bereits amtsbekannte Frau mit einem 27-jährigen Mann in Streit. Die Situation eskalierte schnell: Das Trio wirkte gemeinschaftlich und gewaltsam auf den 27-Jährigen ein, sodass dieser schließlich zu Boden ging.
Das Opfer trug durch die Schläge und Tritte sichtbare Verletzungen im Gesicht sowie erhebliche Schwellungen am Kopf davon. Zudem erlitt der Mann Schürfwunden an den Armen und Beinen.
Festnahme und Widerstand gegen Beamte
Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnten alle am Vorfall beteiligten Personen noch vor Ort von der Polizei angetroffen und festgestellt werden. Die Überprüfung verlief jedoch nicht reibungslos: Einer der männlichen Angreifer weigerte sich, zu kooperieren, und leistete bei der anschließenden Personalienfeststellung aktiven Widerstand gegen die eingesetzten Polizisten.
Gegen die Angreifer wurde ein entsprechendes Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Ablauf der Tat aufgenommen.
Zeugenaufruf der Polizei Jena
Da sich die Tat auf einem öffentlich zugänglichen Supermarkt-Parkplatz zu einer späten, aber frequentierten Uhrzeit ereignete, hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Polizei Jena stellt hierzu folgende Fragen:
Wer hat die Schlägerei am Freitagabend am Salvador-Allende-Platz beobachtet?
Wer kann nähere Angaben zum Verhalten der beteiligten Personen vor oder während der Tat machen?
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Jena unter der Telefonnummer 03641 / 81-0 entgegen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 24. Mai 2026, kam es im Bereich Zeulenroda-Triebes zu einer rasanten Flucht vor einer Polizeikontrolle. Ein junger Autofahrer setzte sich betrunken über die Anhaltesignale der Beamten hinweg und lieferte sich eine filmreife Verfolgungsfahrt. Kräfte der Polizeiinspektion Greiz befanden sich in den Nachtstunden im Rahmen ihrer regulären Streifentätigkeit im Stadtgebiet, als sie in der Schopperstraße in Zeulenroda-Triebes einen VW-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen wollten. Der 19-jährige Fahrer ignorierte die deutlichen Anhaltesignale der Polizei jedoch vollständig.
Statt anzuhalten, beschleunigte der Heranwachsende seinen Wagen stark und flüchtete mit massiv überhöhter Geschwindigkeit durch die Innenstadt von Zeulenroda-Triebes.
Stopp in Langenwolschendorf – Über 1,7 Promille
Die Flucht endete schließlich im benachbarten Langenwolschendorf. In der Heinrich-Wobst-Straße gelang es den Einsatzkräften, sowohl das Fluchtfahrzeug als auch den 19-jährigen Fahrzeugführer festzustellen und zu kontrollieren.
Bei der anschließenden Überprüfung des jungen Mannes wurde der Grund für sein riskantes Verhalten schnell ersichtlich: Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,72 Promille. Die Beamten unterbunden daraufhin sofort die Weiterfahrt. Zur Sicherung gerichtsfester Beweise wurde der Fahrer in das Krankenhaus Greiz gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Strafverfahren eingeleitet
Das nächtliche Fehlverhalten hat für den 19-Jährigen nun gravierende strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem Fahrer wird neben der Trunkenheit im Verkehr auch die Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens (Alleinrennen gegen die Polizei) zur Last gelegt. Der Führerschein dürfte damit vorerst weg sein.
Die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau sucht nach einem bislang unbekannten Mann, der in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags im Stadtgebiet von Ilmenau erheblichen Sachschaden an mehreren Kraftfahrzeugen angerichtet hat. Nach vorliegenden Erkenntnissen der Polizei ereignete sich die Tat am frühen Sonntagmorgen. Der Täter bewegte sich durch die Mühlenstraße sowie die Oehrenstöcker Straße und beschädigte dabei mutwillig die Außenspiegel mehrerer parkender Fahrzeuge.
Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Vorfälle umfangreiche und sofortige Fahndungsmaßnahmen im Bereich der betroffenen Straßenzüge ein. Der Vandalen-Akteur konnte im Rahmen dieser Suche jedoch nicht mehr im Nahbereich festgestellt werden. Nach ersten Schätzungen der Beamten beläuft sich der entstandene Gesamtsachschaden auf mindestens 2.000 Euro.
Personenbeschreibung des Täters
Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung des Mannes. Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:
Statur: Normale, unauffällige Statur
Größe: ca. 180 cm groß
Haare: Dunkles Haar
Bekleidung: Schwarzes T-Shirt und eine schwarze Hose
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall oder zum flüchtigen Täter geben können, sich zu melden.
Es ist wieder so weit: Die Landeshauptstadt Erfurt ruft ihre Bürger auf, das Auto stehenzulassen und für den Klimaschutz kräftig in die Pedale zu treten. Seit wenigen Tagen ist die Anmeldung für den internationalen Wettbewerb Stadtradeln sowie das begleitende Schulradeln offiziell freigeschaltet. Drei Wochen lang dreht sich in Erfurt dann alles um nachhaltige Mobilität, Teamgeist und gesammelte Fahrradkilometer.
Der offizielle Aktionszeitraum für Erfurt steht bereits fest: Vom 24. August bis zum 13. September 2026 wird im Stadtgebiet fleißig Kilometergeld für die Umwelt gesammelt.
Ein starkes Zeichen für Erfurts Radverkehr
Das Stadtradeln ist weit mehr als ein einfacher Wettbewerb – es ist ein wichtiges Instrument für die Stadtentwicklung.
„Das Stadtradeln ist seit Jahren ein verlässlicher Baustein unserer Radverkehrsförderung. Es zeigt, wie viele Wege im Alltag bereits heute mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können“, betont Dirk Büschke, der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Erfurt. „Wir laden alle Erfurterinnen und Erfurter ein, sich frühzeitig anzumelden und gemeinsam ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität zu setzen.“
Die im Aktionszeitraum gesammelten Daten helfen der Verwaltung zudem dabei, Schwachstellen im Radwegenetz zu erkennen und Impulse für die zukünftige Verkehrsplanung in Erfurt zu gewinnen.
Schulradeln: Erfurts Schulen im Wettbewerbsfieber
Parallel zur Hauptkampagne läuft auch in diesem Jahr wieder das Schulradeln als eigenständiger Wettbewerb. Hierbei schließen sich Schüler, Lehrer und Eltern zusammen, um als Schulgemeinschaft Kilometer zu sammeln.
Dass das Konzept ankommt, zeigen die beeindruckenden Zahlen aus dem Vorjahr: 2025 beteiligten sich thüringenweit 167 Schulen aus 25 Kommunen. Gemeinsam fuhren sie rund 1,13 Millionen Kilometer ein und sparten damit stolze 185 Tonnen CO₂ ein. Den erfolgreichsten Schulen winken auch 2026 am Ende des Wettbewerbs wieder attraktive Auszeichnungen.
Thüringen schaltet einen Gang höher
Das Stadtradeln boomt im Freistaat: Nahmen 2024 noch 36 Kommunen teil, waren es im vergangenen Jahr bereits 41 thüringische Städte und Gemeinden. Rund 19.900 Radler legten dabei eine Gesamtstrecke von etwa 3,76 Millionen Kilometern zurück.
2026 gibt es zudem eine organisatorische Neuerung: Erstmals wird der Wettbewerb im Freistaat eigenständig durch die AGFK Thüringen e. V. (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen) koordiniert. Gefördert wird die Teilnahme der Kommunen und Schulen durch das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur.
Jetzt anmelden, Team gründen und mitradeln!
Egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit – jeder Kilometer zählt. Mitmachen können alle, die in Erfurt wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule/Hochschule besuchen. Teilnehmer können entweder einem bereits bestehenden Team (z. B. der eigenen Firma oder dem Lieblingsverein) beitreten oder selbst ein neues Team gründen.
Die Anmeldung ist ab sofort über die offizielle Website des Stadtradelns möglich.
Aktionszeitraum Erfurt: 24. August bis 13. September 2026
Thüringen setzt ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen und regionale Wertschöpfung. Mit der Übergabe eines millionenschweren Förderbescheids fällt in Suhl der offizielle Startschuss für das neue Kompetenzzentrum Holzbau und nachwachsende Rohstoffe (KHoR). Das ambitionierte Vorhaben soll den modernen Holzbau im Freistaat auf ein neues Level heben.
Millioneninvestition in den Klimaschutz und die Region
Infrastrukturminister Steffen Schütz übergibt gemeinsam mit Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und Umweltminister Tilo Kummer einen Zuwendungsbescheid über rund 1,14 Millionen Euro. Diese Summe bildet das Fundament für die Gründung und den logistischen Aufbau der neuen Institution in Suhl-Nord.
Die anfängliche Millionenförderung dient primär der Standortsicherung sowie dem Aufbau der personellen und organisatorischen Handlungsfähigkeit des KHoR. Insgesamt demonstriert das Land großen politischen Rückhalt für das Projekt: Für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 hat der Freistaat Thüringen über eine schrittweise Sonderförderung ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau bereitgestellt.
Was das KHoR leisten soll
Das Kompetenzzentrum in Suhl wird künftig als zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Thüringer Holz- und Baubranche fungieren. Die Kernaufgaben umfassen:
Professionelle Koordination: Vernetzung von Architekten, Handwerkern, Planern und Behörden, um den Holzbau im Bundesland voranzutreiben.
Forschung & Entwicklung: Zusammenarbeit mit Partnern und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung.
Regionale Wertschöpfungsketten: Weiterentwicklung der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffes Holz direkt in der Region.
Starke Partner für die Umsetzung
Hinter dem wegweisenden Vorhaben steht geballte Fachkompetenz. Als Projektträger zeichnen zwei etablierte Institutionen verantwortlich: das Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH (IAB) sowie der Verein Holz-21-regio.
Mit ihrer Expertise im Bereich der modernen Bauforschung und der regionalen Netzwerkarbeit garantieren die Träger, dass die Fördergelder des Landes zielgerichtet eingesetzt werden, um Thüringen als Vorreiter im ökologischen und zukunftsfähigen Bauen zu etablieren.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in Mühlhausen zu einem gefährlichen Vorfall, der die Ermittler der Kriminalpolizei beschäftigt. Ein bislang unbekannter Täter verübte in den späten Abendstunden einen Anschlag auf ein Mehrfamilienhaus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.
Täter wirft Brandsatz in Eingangsbereich
Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend (23.05.2026) gegen 22:15 Uhr in der Kleinen Waidstraße. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen näherte sich die gesuchte Person dem Wohnhaus, in dem mehrere Mietparteien leben, und warf einen Brandsatz direkt in den Eingangsbereich des Gebäudes.
Glück im Unglück: Das entstandene Feuer erlosch glücklicherweise nach kurzer Zeit von selbst, sodass ein größerer Brand verhindert werden konnte. Alle Bewohner blieben unverletzt. Dennoch hinterließ die Tat deutliche Spuren: An der Hausfassade, der Eingangstür sowie an der Klingelanlage entstand Sachschaden.
Flucht auf dem Mountainbike – Fahndung läuft
Nach der Tat ergriff der Unbekannte sofort die Flucht. Er nutzte ein Mountainbike und radelte damit mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der Karl-Marx-Straße davon. Die Polizei leitete umgehend eine bereichsübergreifende Fahndung ein. Trotz des schnellen Einsatzes mehrerer Streifenwagen konnte der Radfahrer im direkten Umkreis bislang nicht mehr festgestellt werden.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizeiinspektion Unstrut-Hainich hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Da sich die Tat an einem Samstagabend in einer bewohnten Straße ereignete, hoffen die Beamten auf aufmerksame Anwohner oder Passanten.
Wer hat am Samstagabend gegen 22:15 Uhr verdächtige Personen oder Aktivitäten in der Kleinen Waidstraße oder der näheren Umgebung beobachtet?
Wer kann Angaben zu einem flüchtenden Mountainbike-Fahrer im Bereich der Karl-Marx-Straße machen?
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Unstrut-Hainich unter der Telefonnummer 03601-4510 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Ob Wasser-, Wind- oder Dampf- und Motormühlen: Sie prägten für Jahrhunderte die Landschaft und bildeten einen wichtigen Wirtschaftszweig. So wären die moderne Landwirtschaft oder die Holzverarbeitung undenkbar. Doch das traditionelle Mühlenhandwerk verschwindet. Aus diesem Grund wurde 1994 der erste deutsche Mühlentag gefeiert. Vorbild waren hier die Niederländer, die 1973 ihre Mühlen den Besuchern öffneten.
Traditionell öffnen die historischen Mühlen deutschlandweit am Pfingstmontag ihre Pforten. Welche Mühle in Ihrer Nähe geöffnet ist und welches Programm ggf. geplant ist, entnehmen Sie bitte der entsprechenden Übersicht am Ende des Beitrags.