Thüringen: Exportvolumen 2020 um 10 Prozent geschrumpft

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„Die Corona-Pandemie hat auch der Thüringer Export-Wirtschaft schwer zugesetzt“: Diese Bilanz des zurückliegenden Außenhandelsjahres zog Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute beim „13. Thüringer Außenwirtschaftstag“, der erstmals komplett digital stattfand. Nach vorläufiger Hochrechnung des Wirtschaftsministeriums ist das Gesamtvolumen der Thüringer Ausfuhren im Jahr 2020 um gut zehn Prozent geschrumpft – das entspricht einem Rückgang um etwa zwei Milliarden Euro. Dennoch gebe es inzwischen wieder mehr Licht am Ende des Tunnels, so der Minister: „Es spricht viel dafür, dass der Thüringer Exportmotor in diesem Jahr wieder Fahrt aufnimmt.“

Unter den derzeitigen Vorzeichen – insbesondere dem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen in wichtigen Exportländern und steigenden Impfquoten – sei eine Erholung bereits ab der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Unterstützend könne zudem wirken, dass sich auch weltwirtschaftlich eine Reihe von positiven Entwicklungen abzeichne. Mit der neuen Administration in den USA, dem BREXIT-Kompromiss und dem Investitionsschutzabkommen CAI mit China haben die Rahmenbedingungen für die Geschäfte mit den drei wichtigsten Handelspartnern der Thüringer Wirtschaft spürbar verbessert.

Das Land stehe mit seiner Außenwirtschaftsförderung bereit, um die Thüringer Unternehmen beim Schritt auf internationale Märkte zu unterstützen. Insgesamt gut vier Millionen Euro stellt das Wirtschaftsministerium allein 2021 für diesen Zweck zur Verfügung. Gefördert werden etwa Teilnahmen an Messen oder die Kontaktanbahnung zu potentiellen Geschäftspartnern im Ausland. Die LEG Thüringen bietet über ihre Einheit „Thüringen International“ auch Information und Beratung sowie Unternehmer- und Delegationsreisen an.

Eine wichtige Erweiterung der bisherigen Außenwirtschaftsförderung trägt der Verlagerung von Präsenz- auf digitale Formate auch in der internationalen Kunden- und Investorenakquise Rechnung. So können sich Unternehmen künftig auch die Teilnahme an digitalen Messen wie auch die digitale Kontaktanbahnung zu potentiellen Kooperations- und Geschäftspartnern fördern lassen.

Und auch das Land selbst bietet Veranstaltungen zunehmend auf digitalem Wege an – wie etwa den heutigen Außenwirtschaftstag, zu dem 20 Länderexperten, 30 Aussteller und mehr als 400 Teilnehmer – u.a. aus China, Südamerika und Südafrika sowie allen Teilen Deutschlands – digital zugeschaltet waren.

Quelle

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